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Kreisgalerie

Aktuelle Ausstellung

„Künstlerinnen im Landkreis Sigmaringen im 20. Jahrhundert“

Diese Würdigung ist überfällig. Mit der Ausstellung möchten der Landkreis Sigmaringen und die Kreisgalerie Schloss Meßkirch den besonderen Beitrag von Künstlerinnen zum Kunstgeschehen im 20. Jahrhundert sichtbar machen. Präsentiert werden Werke von 27 Künstlerinnen. Sie stehen stellvertretend für weitere künstlerisch Tätige und umspannen einen Zeitraum von 1915 bis 1999.

Zu sehen sind Kunstwerke von Malerinnen und Bildhauerinnen, von Zeichnerinnen, Grafikerinnen, Keramikerinnen und einer Fotografin. Auf diese Weise entsteht eine Vorstellung von der Breite und der Vielfalt künstlerischen Schaffens im Landkreis. Und sie sind Belege für wichtige Epochen der Kunst des 20. Jahrhunderts wie Expressionismus, Abstraktion, Konzeptkunst und Konkrete Kunst.

Kunstentwicklung mit Verzögerung

Die Kunstentwicklung im Landkreis vollzog sich mit deutlicher Verzögerung. Erst spät kommt es zu einem Aufbruch in die moderne Formensprache. Die fehlende Nähe zu einer Kunstakademie bringt neue Ideen erst mit einem Abstand von etwa 15 Jahren in die hiesigen Ateliers. Der Kubismus fand keine Vertreterin, die Auseinandersetzung mit abstrakter Kunst setzte spät ein. Es dominierte die Vorliebe für das Figurative und Erzählerische. Vorherrschend sind die Motivbereiche Porträt, Stillleben und Landschaft. Dafür stellten Künstlerinnen im Landkreis häufiger als in anderen Teilen Süddeutschlands die Frage nach der Schöpfung und dem Transzendenten. Religiöse Themen spielten in der Kunst der Region eine bedeutende Rolle.

Ab dem Ende der 1980er Jahre, insbesondere in den 1990er Jahren, ist ein deutliches Aufholen zu beobachten. Innerhalb eines Jahrzehnts gelang vielen Künstlerinnen der Anschluss an die nationale Entwicklung. Zu den zahlreichen Malerinnen gesellten sich Bildhauerinnen und solche, die konzeptuell oder installativ arbeiten.

Mehr als eine Berufsentscheidung

Künstlerin zu werden war für die Meisten mehr als eine Berufsentscheidung. Es setzte Mut voraus und die Kraft, sich gegen Widerstände durchzusetzen. Um finanziell abgesichert zu sein, studierten die meisten Künstlerinnen eine Fachrichtung, die sie für den angewandten Bereich (Druckgrafik) oder das Lehramt qualifizierte. Nach ihrem Abschluss gingen sie dann als Kunsterzieherinnen in die kleinen Städte, es kam zu einem Zuzug von Kreativen. Zwei Drittel der in der Ausstellung vertretenen Künstlerinnen wurden nicht im Landkreis geboren. Während ihrer Berufstätigkeit und der Erziehung der Kinder verlegten viele ihre künstlerische Arbeit in die Freizeit oder unterbrachen sie. Als die Kinder größer waren, konnten sie sich wieder verstärkt dem eigenen bildnerischen Schaffen widmen.

Künstlerinnen waren über viele Jahre hinweg in Ausstellungen weniger präsent, zudem erhielten sie weniger Ankäufe und Kunstpreise. Bis heute kehren viele weibliche Studierende nach Abschluss der Akademie nicht in den Landkreis zurück.

Die Ausstellung versammelt 80 Werke unterschiedlicher Techniken. Sie ist nach Motivbereichen gegliedert, darunter Selbstbildnisse, Glaube, Landschaft und Brauchtum.

Dr. Uwe Degreif

Die Künstlerinnen

Margot Bauer (1943 – 2022)

Susanne Baur (geb. 1967)

Karolin Bräg (geb. 1961)

Ruth Dietrich (geb. 1941)

Ulrike Faigle-Chaib (geb. 1968)

Leonie Frick (1926 – 2016)

Angelika Frommherz (geb. 1961)

Ursula Fürst (1898 – 1995)

Ellen Geiger (geb. 1955)

Lucie Hassa (geb. 1949)

Marianne Henselmann (1902 – 2002)

Luise Hoff (1871 – 1952)

Edith Kösel (1941 – 2019)

Hendrike Kösel (geb. 1963)

Sr. Pietra Löbl (geb. 1965)

D.A. Marbach (geb. 1954)

Sr. Sigmunda May (1937 – 2017)

Irmela Marstaller (1923 – 2015)

Ursula Mross (geb. 1955)

Jaleh Pourhang-Ramezani (geb. 1941)

Editha Pröbstle (geb. 1948)

Monika Spiller-Hellerau (geb. 1946)

Gabriele Stiegler-Gaus (geb. 1944)

Elisa Stützle-Siegsmund (geb. 1962)

Ilse Wolf (geb. 1938)

Die Ausstellung ist vom 27.3. bis 26.6. 2022, jeweils freitags bis sonntags und feiertags von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet

Hier finden Sie den Flyer zur Ausstellung


Daueraustellung

Integriert in das Kultur- und Museumszentrum Schloss Meßkirch hat seit März 2006 im Südflügel der Schlossanlage auf zwei Etagen und einer Gesamtfläche von ca. 450 qm die Kreisgalerie Schloss Meßkirch ihren Standort gefunden. Die Dauerausstellung im Erdgeschoss birgt in sechs Abteilungen ausgewählte Werke aus der Kunstsammlung des Landkreises Sigmaringen mit einer Bandbreite von der gotischen Plastik und barocken Altartafelbildern bis zu Werken zeitgenössischer Kunstschaffender. Die seit den 1980er Jahren unter qualitativen Gesichtspunkten aufgebaute Kreiskunstsammlung versteht sich als Dokumentation des kreisweiten und regionalen Kunstschaffens in seiner historischen wie gegenwärtigen Vielfalt.

Sammlungsschwerpunkte

Ihr besonderes Profil gewinnen Kunstsammlung und Kreisgalerie durch drei Sammlungsschwerpunkte: Der aus Mengen stammende Kubist und Pionier des modernen Holzschnitts Gottfried Graf (1881 – 1938) ist neben Ölbildern und Aquarellen mit einem breiten Querschnitt von Holzschnitten und Radierungen vertreten. Zu dem in Sigmaringendorf aufgewachsenen Bildhauer Anton Hiller (1893 – 1985) kann die Kreisgalerie neben Bildhauerzeichnungen eine dichte Abfolge von Bronze- und Holzplastiken vorweisen, die die spannende Entwicklung dieses Künstlers über nahezu 50 Jahre von figürlichen Anfängen bis hin zu einer weitreichenden Reduzierung und Vereinfachung von Form und Ausdruck im Alterswerk demonstrieren. Dem in Herkunft und Jugend eng mit Sigmaringen und dem oberen Donautal verbundenen Maler Albert Birkle (1900 – 1986) ist ein dritter Sammlungsschwerpunkt gewidmet, der neben Ansichten der heimischen Landschaft ausgewählte Werke im Stil des expressiven Realismus aus seiner wichtigsten Schaffensperiode in den 1920er Jahren enthält.

Wechselausstellungen

Der Sonderausstellungsbereich im Obergeschoss der Kreisgalerie versteht sich als Forum für die regionale und zumal die zeitgenössische Kunst. In den hohen und lichten Räumen, die bei Bedarf um ein benachbartes Turmzimmer erweitert werden können, werden jährlich vier bis fünf Wechselausstellungen gezeigt. Die Bandbreite reicht dabei von Einzelausstellungen, zumeist in Verbindung mit „runden“ Geburtstagen arrivierter Künstler aus Landkreis und Region, über jurierte Kreiskunstausstellungen und Gruppenausstellungen mit thematischem Zuschnitt bis hin zur Präsentation von Fotoarbeiten, historischer Druckgrafik oder auch von „Schätzen“ der regionalen Archäologie.

Weitere Informationen

Homepage des Schloss Meßkirch

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