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Kreisgalerie

Aktuelle Ausstellungen

„Heimatfront – Bühnenbilder des Krieges“

Fotografien von Claudio Hils dokumentieren Tabuzonen vor der Haustür

Die Kreisgalerie Schloss Meßkirch eröffnete am 19. September 2021 die Sonderausstellung „Heimatfront – Bühnenbilder des Krieges“ mit Fotografien von Claudio Hils von Militärstandorten im Landkreis Sigmaringen. Die Ausstellung ist in der Kreisgalerie bis 28. November 2021 jeweils von Freitag bis Sonntag und feiertags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Für den Besuch ist ein medizinischer Mund- und Nasenschutz, ein 3G-Nachweis (geimpft, genesen, getestet) sowie die Hinterlassung der Kontaktdaten erforderlich.

Das aus einer fünfjährigen Recherche hervorgegangene fotografische Ausstellungsprojekt gibt Einblicke in heutige militärische Tabuzonen direkt vor unserer Tür: „Heimatfront“ setzt sich mit Räumen zur militärischen Ausbildung und zur Terrorabwehr auseinander. Dabei überlagern sich Geschichte, Gegenwart und Zukunft, wenn die verlassenen Militärstandorte aus Zeiten des Kalten Krieges festgehalten, die Gegenwart in Form von heutigen Übungsgeländen und „Bühnenbildern des Krieges" seziert sowie der Ausblick in virtuelle Welten der Ausbildungssoftware der Bundeswehr gegeben wird. Die Aufnahmen sind an vier aktuellen wie auch ehemaligen Militärstandorten im heutigen Landkreis Sigmaringen entstanden: der Staufer-Kaserne Pfullendorf, den ehemaligen amerikanischen Sondermunitionslagern Inneringen und Mottschieß, dem Truppenübungsplatz und Lager Heuberg.

Gespaltenes Verhältnis der Gesellschaft zum Militär

Die Ausstellung verweist auf das gespaltene Verhältnis unserer Gesellschaft zu Gewalt und Militär. Militärische Räume befinden sich außerhalb des gesellschaftlichen Rahmens, doch sie sichern diesen zugleich. Das Militär wird gesellschaftlich weithin abgelehnt und verdrängt, aber es wird in Anspruch genommen, um den privilegierten Lebensstil der westlichen Welt zu sichern. Die Ausstellung «Heimatfront – Bühnenbilder des Krieges» zeigt diese Widersprüche in ebenso zurückhaltenden wie beunruhigenden Bildern.

Die in einer grenzüberschreitenden deutsch-schweizerischen Kooperation entstandene Ausstellung war in einer ersten Station bereits im Kunstmuseum Thurgau in der Kartause Ittingen in der Schweiz zu sehen. Zur Ausstellung ist ein Katalogbuch beim Verlag Hatje Kantz erschienen, das in der Kreisgalerie Schloss Meßkirch für 44 Euro erhältlich ist.

Im Begleitprogramm der Ausstellung wird am Sonntag, 3. Oktober, 15 Uhr, ein Ausstellungsrundgang mit Claudio Hils und dem Fotohistoriker und Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Bernd Stiegler von der Universität Konstanz angeboten. Am Sonntag, 17. Oktober, 15 Uhr, findet unter der Moderation von Dr. Edwin Ernst Weber ein Galeriegespräch „Zivilgesellschaft und Militär" mit Oberstleutnant Tobias Daniek, bis 2020 Leiter des Übungszentrums Spezielle Operationen in Pfullendorf, Oberst Jochen Gumprich, Standortältester der Bundeswehr in Stetten a.k.M., Claudio Hils, Frieder Kammerer von der Reservistenkameradschaft Oberer Linzgau und Maik Lehn, Bürgermeister der Standortgemeinde Stetten a.k.M., statt.

Hier finden Sie den Flyer zur Ausstellung

Abb. 1 Hils, Heimatfront - 13A3052

Claudio Hils: Brandübungsanlage der Schule für ABC-Abwehr und gesetzliche Schutzaufgaben, Stetten am kalten Markt, Brandübungshaus 164, Fotografie 2020 (Vorlage: Kreisgalerie Schloss Meßkirch)

Souvenirs, Souvenirs

Biografische Erinnerungsstücke von Menschen aus dem Landkreis Sigmaringen

Die Corona-bedingt um ein Jahr verschobene Ausstellung ist Teil des aktuellen Kulturschwerpunkts „Erinnern im Landkreis Sigmaringen“ und widmet sich dem individuellen, autobiografischen Erinnern. Nicht die kollektive Erinnerung und öffentliche Gedenkkultur, sondern das subjektive Zurückdenken, der private Lebensrückblick stehen hier im Fokus des Interesses.

Für diese Ausstellung haben sieben Bürgerinnen und Bürger Objekte ausgewählt und zur Verfügung gestellt, die konkret oder symbolisch eine Erinnerung aus ihrem Leben verkörpern. Es sind Souvenirs, die einen besonderen Stellenwert in ihrer Biografie einnehmen, sie in besonderer Weise geprägt haben, mit bestimmten Emotionen assoziiert sind oder eine bestimmte Wertehaltung repräsentieren. Den Leihgeberinnen und Leihgebern stand es völlig frei, aus welcher Lebensphase oder aus welchem Lebensbereich sie ein Objekt wählen. So kam eine bunte, vielfältige Mischung unterschiedlichster Gegenstände zusammen, angefangen von einem Overall über ein Pinard-Rohr, ein Apothekenschränkchen, eine Zigarrenkiste, ein Nadelkissen und ein Messingtopf bis zu einem Tarifvertrag, um nur einige zu nennen.

In ausführlichen Gesprächen mit der Kuratorin haben die Leihgeberinnen und Leihgeber Einblick in die Hintergrundgeschichte ihrer Objekte gegeben, die in der Ausstellung auf Textfahnen dargestellt ist. Sie haben darüber berichtet, weshalb einem Gegenstand ein bestimmter Erinnerungswert innewohnt, mit welchem Teil ihres Lebens, mit welchen Erfahrungen und Gefühlen oder auch mit welcher Wertehaltung er verknüpft ist und woraus sich seine Bedeutung für sie ableitet.

Die Ausstellung ist in der Kreisgalerie bis 30. Januar 2022 jeweils von Freitag bis Sonntag und feiertags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Für den Besuch ist ein medizinischer Mund- und Nasenschutz, ein 3G-Nachweis (geimpft, genesen, getestet) sowie die Hinterlassung der Kontaktdaten erforderlich.

Hier finden Sie den Flyer zur Ausstellung


Daueraustellung

Integriert in das Kultur- und Museumszentrum Schloss Meßkirch hat seit März 2006 im Südflügel der Schlossanlage auf zwei Etagen und einer Gesamtfläche von ca. 450 qm die Kreisgalerie Schloss Meßkirch ihren Standort gefunden. Die Dauerausstellung im Erdgeschoss birgt in sechs Abteilungen ausgewählte Werke aus der Kunstsammlung des Landkreises Sigmaringen mit einer Bandbreite von der gotischen Plastik und barocken Altartafelbildern bis zu Werken zeitgenössischer Kunstschaffender. Die seit den 1980er Jahren unter qualitativen Gesichtspunkten aufgebaute Kreiskunstsammlung versteht sich als Dokumentation des kreisweiten und regionalen Kunstschaffens in seiner historischen wie gegenwärtigen Vielfalt.

Sammlungsschwerpunkte

Ihr besonderes Profil gewinnen Kunstsammlung und Kreisgalerie durch drei Sammlungsschwerpunkte: Der aus Mengen stammende Kubist und Pionier des modernen Holzschnitts Gottfried Graf (1881 – 1938) ist neben Ölbildern und Aquarellen mit einem breiten Querschnitt von Holzschnitten und Radierungen vertreten. Zu dem in Sigmaringendorf aufgewachsenen Bildhauer Anton Hiller (1893 – 1985) kann die Kreisgalerie neben Bildhauerzeichnungen eine dichte Abfolge von Bronze- und Holzplastiken vorweisen, die die spannende Entwicklung dieses Künstlers über nahezu 50 Jahre von figürlichen Anfängen bis hin zu einer weitreichenden Reduzierung und Vereinfachung von Form und Ausdruck im Alterswerk demonstrieren. Dem in Herkunft und Jugend eng mit Sigmaringen und dem oberen Donautal verbundenen Maler Albert Birkle (1900 – 1986) ist ein dritter Sammlungsschwerpunkt gewidmet, der neben Ansichten der heimischen Landschaft ausgewählte Werke im Stil des expressiven Realismus aus seiner wichtigsten Schaffensperiode in den 1920er Jahren enthält.

Wechselausstellungen

Der Sonderausstellungsbereich im Obergeschoss der Kreisgalerie versteht sich als Forum für die regionale und zumal die zeitgenössische Kunst. In den hohen und lichten Räumen, die bei Bedarf um ein benachbartes Turmzimmer erweitert werden können, werden jährlich vier bis fünf Wechselausstellungen gezeigt. Die Bandbreite reicht dabei von Einzelausstellungen, zumeist in Verbindung mit „runden“ Geburtstagen arrivierter Künstler aus Landkreis und Region, über jurierte Kreiskunstausstellungen und Gruppenausstellungen mit thematischem Zuschnitt bis hin zur Präsentation von Fotoarbeiten, historischer Druckgrafik oder auch von „Schätzen“ der regionalen Archäologie.

Weitere Informationen

Homepage des Schloss Meßkirch

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