Kreisgalerie

Aktuelle Ausstellung

Drei Malerfreunde von der Oberen Donau


Drei in den 1880er Jahren an der Oberen Donau geborene Künstler – Gottfried Graf aus Mengen, Albert Mueller aus Schwandorf und Josef Alfons Wirth aus Mühlheim – leisteten wesentliche Beträge zur beginnenden Moderne im deutschen Südwesten und standen dabei in einem fruchtbaren Austausch. Die Kreisgalerie Schloss Meßkirch erkundet in einer Sonderausstellung die über die Stuttgarter Kunstakademie und Studienreisen nach Italien und Frankreich führenden Wege der drei in die bildnerische Moderne in den Jahren des gesellschaftlichen und künstlerischen Aufbruchs vor und nach dem Ersten Weltkrieg.

Hier finden Sie den Flyer zur Ausstellung


Daueraustellung

Integriert in das Kultur- und Museumszentrum Schloss Meßkirch hat seit März 2006 im Südflügel der Schlossanlage auf zwei Etagen und einer Gesamtfläche von ca. 450 qm die Kreisgalerie Schloss Meßkirch ihren Standort gefunden. Die Dauerausstellung im Erdgeschoss birgt in sechs Abteilungen ausgewählte Werke aus der Kunstsammlung des Landkreises Sigmaringen mit einer Bandbreite von der gotischen Plastik und barocken Altartafelbildern bis zu Werken zeitgenössischer Kunstschaffender. Die seit den 1980er Jahren unter qualitativen Gesichtspunkten aufgebaute Kreiskunstsammlung versteht sich als Dokumentation des kreisweiten und regionalen Kunstschaffens in seiner historischen wie gegenwärtigen Vielfalt.

Sammlungsschwerpunkte

Ihr besonderes Profil gewinnen Kunstsammlung und Kreisgalerie durch drei Sammlungsschwerpunkte: Der aus Mengen stammende Kubist und Pionier des modernen Holzschnitts Gottfried Graf (1881 – 1938) ist neben Ölbildern und Aquarellen mit einem breiten Querschnitt von Holzschnitten und Radierungen vertreten. Zu dem in Sigmaringendorf aufgewachsenen Bildhauer Anton Hiller (1893 – 1985) kann die Kreisgalerie neben Bildhauerzeichnungen eine dichte Abfolge von Bronze- und Holzplastiken vorweisen, die die spannende Entwicklung dieses Künstlers über nahezu 50 Jahre von figürlichen Anfängen bis hin zu einer weitreichenden Reduzierung und Vereinfachung von Form und Ausdruck im Alterswerk demonstrieren. Dem in Herkunft und Jugend eng mit Sigmaringen und dem oberen Donautal verbundenen Maler Albert Birkle (1900 – 1986) ist ein dritter Sammlungsschwerpunkt gewidmet, der neben Ansichten der heimischen Landschaft ausgewählte Werke im Stil des expressiven Realismus aus seiner wichtigsten Schaffensperiode in den 1920er Jahren enthält.

Wechselausstellungen

Der Sonderausstellungsbereich im Obergeschoss der Kreisgalerie versteht sich als Forum für die regionale und zumal die zeitgenössische Kunst. In den hohen und lichten Räumen, die bei Bedarf um ein benachbartes Turmzimmer erweitert werden können, werden jährlich vier bis fünf Wechselausstellungen gezeigt. Die Bandbreite reicht dabei von Einzelausstellungen, zumeist in Verbindung mit „runden“ Geburtstagen arrivierter Künstler aus Landkreis und Region, über jurierte Kreiskunstausstellungen und Gruppenausstellungen mit thematischem Zuschnitt bis hin zur Präsentation von Fotoarbeiten, historischer Druckgrafik oder auch von „Schätzen“ der regionalen Archäologie.

Weitere Informationen

Homepage des Schloss Meßkirch