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Aktuelle Meldung

Kultur & Archiv

Kreisgalerie Schloss Meßkirch eröffnet am Sonntag die Ausstellung „Heimatfront – Bühnenbilder des Krieges“

Fotografien von Claudio Hils dokumentieren Tabuzonen vor der Haustür

heimatfront – bühnenbilder des krieges

Claudio Hils: Brandübungsanlage der Schule für ABC-Abwehr und gesetzliche Schutzaufgaben, Stetten am kalten Markt, Brandübungshaus 164, Fotografie 2020 (Vorlage: Kreisgalerie Schloss Meßkirch)

Nach der Begrüßung durch Kreisarchivar Dr. Edwin Ernst Weber führen Claudio Hils und die Kuratorin Stefanie Hoch vom Thurgauer Kunstmuseum in einem Gespräch in die Ausstellung ein. Das Schlagzeugerduo Alexander Zweifel und Marius Schwarz von der Musikhochschule Trossingen begleiten die Vernissage musikalisch.

Die Ausstellung ist in der Kreisgalerie bis 28. November 2021 jeweils von Freitag bis Sonntag und feiertags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Für den Besuch ist ein medizinischer Mund- und Nasenschutz, ein 3G-Nachweis (geimpft, genesen, getestet) sowie die Hinterlassung der Kontaktdaten erforderlich.

Das aus einer fünfjährigen Recherche hervorgegangene fotografische Ausstellungsprojekt gibt Einblicke in heutige militärische Tabuzonen direkt vor unserer Tür: „Heimatfront“ setzt sich mit Räumen zur militärischen Ausbildung und zur Terrorabwehr auseinander. Dabei überlagern sich Geschichte, Gegenwart und Zukunft, wenn die verlassenen Militärstandorte aus Zeiten des Kalten Krieges festgehalten, die Gegenwart in Form von heutigen Übungsgeländen und „Bühnenbildern des Krieges" seziert sowie der Ausblick in virtuelle Welten der Ausbildungssoftware der Bundeswehr gegeben wird. Die Aufnahmen sind an vier aktuellen wie auch ehemaligen Militärstandorten im heutigen Landkreis Sigmaringen entstanden: der Staufer-Kaserne Pfullendorf, den ehemaligen amerikanischen Sondermunitionslagern Inneringen und Mottschieß, dem Truppenübungsplatz und Lager Heuberg.

Gespaltenes Verhältnis der Gesellschaft zum Militär

Die Ausstellung verweist auf das gespaltene Verhältnis unserer Gesellschaft zu Gewalt und Militär. Militärische Räume befinden sich außerhalb des gesellschaftlichen Rahmens, doch sie sichern diesen zugleich. Das Militär wird gesellschaftlich weithin abgelehnt und verdrängt, aber es wird in Anspruch genommen, um den privilegierten Lebensstil der westlichen Welt zu sichern. Die Ausstellung «Heimatfront – Bühnenbilder des Krieges» zeigt diese Widersprüche in ebenso zurückhaltenden wie beunruhigenden Bildern.

Die in einer grenzüberschreitenden deutsch-schweizerischen Kooperation entstandene Ausstellung war in einer ersten Station bereits im Kunstmuseum Thurgau in der Kartause Ittingen in der Schweiz zu sehen. Zur Ausstellung ist ein Katalogbuch beim Verlag Hatje Kantz erschienen, das in der Kreisgalerie Schloss Meßkirch für 44 Euro erhältlich ist.

Im Begleitprogramm der Ausstellung wird am Sonntag, 3. Oktober, 15 Uhr, ein Ausstellungsrundgang mit Claudio Hils und dem Fotohistoriker und Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Bernd Stiegler von der Universität Konstanz angeboten. Am Sonntag, 17. Oktober, 15 Uhr, findet unter der Moderation von Dr. Edwin Ernst Weber ein Galeriegespräch „Zivilgesellschaft und Militär" mit Oberstleutnant Tobias Daniek, bis 2020 Leiter des Übungszentrums Spezielle Operationen in Pfullendorf, Oberst Jochen Gumprich, Standortältester der Bundeswehr in Stetten a.k.M., Claudio Hils, Frieder Kammerer von der Reservistenkameradschaft Oberer Linzgau und Maik Lehn, Bürgermeister der Standortgemeinde Stetten a.k.M., statt.

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