Altlasten & Bodenschutz

Bei einem Kauf eines Grundstücks oder bei einer baulichen Änderung stellt sich die Frage, welche Nutzung auf dem Grundstück früher stattfand und ob es ggf. eine Bodenbelastung oder Altlast gibt. Zur Klarstellung können Auskünfte aus dem Bodenschutz- und Altlastenkataster beim Landratsamt -Fachbereich Umwelt- oder bei der zuständigen Gemeinde eingeholt werden. Auskünfte werden an Eigentümer oder an Personen mit berechtigtem Interesse gegen eine Gebühr nach Aufwand (mind. 25 €) erteilt. Hierzu benötigen Sie eine Einverständniserklärung des Eigentümers. Anfragen unter Angabe der Flurstückskenndaten oder Adresse richten Sie bitte schriftlich an das Landratsamt -Fachbereich Umwelt- oder per Mail an: altlastenkataster@lrasig.de

Unter "Altlastverdächtige Flächen" und "Altlasten" sind:           

Altlastverdächtige Flächen

  • Altablagerungen und Altstandorte, bei denen der Verdacht schädlicher Bodenveränderungen oder sonstiger Gefahren für die Umwelt besteht

Altstandorte

  • Grundstücke stillgelegter Anlagen und sonstige Grundstücke, auf denen mit umweltgefährdenden Stoffen umgegangen worden ist, besonders Grundstücke mit vorheriger gewerblicher oder industrieller Nutzung

Altablagerungen

  • stillgelegte Abfallbeseitigungsanlagen sowie sonstige Grundstücke, auf denen Abfälle behandelt, gelagert oder abgelagert worden sind, z. B. ehemalige Müllplätze

Altlasten

  • Altablagerungen und Altstandorte, von denen eine Gefahr für die Umwelt ausgeht


Modellvorhaben Eignungsprüfung und Optimierung von Verfahren zur Reinigung von PFC-Grundwasserkontaminationen


Die Schadstoffgruppe der per- und polyfluorierten Chemikalien (kurz: PFC) wird in zahlreichen Produktionsverfahren sowie zur Brandbekämpfung eingesetzt. Bedingt durch Leckagen, unsachgemäßen Umgang, den Einsatz als Brandbekämpfungsmittel o.ä. können sie in den Boden und das Grundwasser gelangen. In Baden-Württemberg wurden in den letzten Jahren in verschiedenen Landkreisen PFC-Schadensfälle erfasst.
 
Da bislang noch keine Erfahrungen mit der Sanierung von PFC-Schadensfällen vorlagen, wurde im Landkreis Sigmaringen ein Modellvorhaben zur Eignungsprüfung und Optimierung von Verfahren zur Reinigung von mit PFC kontaminiertem Grundwasser durchgeführt.
 
Finanziert wurde das Projekt mit Mitteln des Altlastenfonds Baden-Württemberg. Am Projekt beteiligt waren verschiedene Unternehmen und Forschungseinrichtungen.
 
Die Ergebnisse des Modellvorhabens werden im unten verfügbaren Bericht dargestellt und diskutiert. Zudem sind die einzelnen Berichte der beteiligten Unternehmen und Forschungseinrichtungen zum Download verfügbar.
 
Ziel des Vorhabens war die Identifizierung des vielversprechendsten Ansatzes zur Aufreinigung eines PFC-Schadensfalles im Landkreis Sigmaringen sowie die Erarbeitung eines allgemeinen Konzepts zur Herangehensweise bei vergleichbaren Schadensfällen.

Der Abschlussbericht sowie die zugrunde liegenden Einzelberichte der beteiligten Forschungsinstitute und Firmen sind zum Download verfügbar:

Abschlussbericht Modellvorhaben "Eignungsprüfung und Optimierung von Verfahren zur Reinigung von
PFC-Grundwasserkontaminationen"


Anlagen:
Anlage 1: [20]_TZW_Auswahl von Sorptionsmaterialien zur PFC-Entfernung, Herbertingen
Anlage 2: [21]_TZW_Auswahl Sorptionsmaterialien zur PFC-Entfernung, Rastatt u. Baden-Baden
Anlage 3: [22]_TZW_PFC-Entfernung_Regeneration und Wiederbeladung eines Ionenaustauschers
Anlage 4: [23]_Cornelsen_Zwischenbericht zur Phase 1 Herbertingen_25.09.2015
Anlage 5: [24]_Cornelsen_Bericht über Technikumsversuche mit Wässern aus Rastatt u. Baden-Baden
Anlage 6: [25]_Arcadis_Laborversuche_Behandlung_PFT_belastetes_Grundwasser_innovatives_Sanierungsverfahren
Anlage 7: [34]_Cornelsen_Abschlussbericht Phase 1 und 2 Herbertingen
Anlage 8: [35]_TZW_Entfernung perfluorierter Verbindungen_in Aktivkohlefiltern_mit und ohne Vorbehandlung mit PerfluorAd
Anlage 9: [35]_TZW_Entfernung perfluorierter Verbindungen_in Aktivkohlefiltern_mit und ohne Vorbehandlung mit PerfluorAd_Anlagen