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Aktuelle Meldung

Forst

Forschungsprojekt „Wald im Klimawandel“


In dieser Woche ist im Gemeindewald Veringendorf ein 3-köpfiges Forscherteam der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) des Landes Baden-Württemberg unterwegs. Das Team um Projektleiter Nick Lamprecht untersucht derzeit im ganzen Land ausgewählte Buchen- und Tannenwälder, die auf trockenen Böden oder in niederschlagsarmen Regionen wachsen: Es soll untersucht werden, ob diese Bäume besser mit Wassermangel und wärmerem Klima zurechtkommen als Bäume, die genügend Wasser zur Verfügung haben. Den genauen Untersuchungsablauf erläuterten die Wissenschaftler den zuständigen Forstleuten vor Ort: Vom Landratsamt Sigmaringen (Fachbereich Forst) kamen Juliane Spiegelhalter (Forstbezirksleiterin) und Tobias Speidel (Kontrollbeamter für forstliches Saatgut) zu einem Besuch auf die Untersuchungsfläche.

Hintergrund ist, dass der Klimawandel den heimischen Wäldern deutlich zu schaffen macht. Forstwissenschaftler machen seit einiger Zeit Versuche mit exotischen Baumarten aus wärmeren Ländern - hier wissen die Fachleute noch viel zu wenig. Die Forschung braucht noch Zeit um belastbare Aussagen für die Försterinnen und Förster vor Ort treffen zu können. Deshalb ist es ebenso wichtig genau zu erforschen, welche unserer heimischen Baumarten besonders gut mit wärmeren und trockeneren Bedingungen zurechtkommen oder sich besonders flexibel an solche Extreme anpassen können. Von diesen Bäumen könnten dann Samen geerntet und für die Anzucht von Jungbäumen in Baumschulen verwendet werden.

Dieser schwierigen Aufgabe haben sich die Forstwissenschaftler verschrieben: Sie entnehmen an ausgewählten Untersuchungsbäumen eine dünne Bohrprobe aus dem Stamm, so muss dieser nicht gefällt werden. Diese Holzproben werden anschließend zur genauen Analyse der Jahresringe herangezogen. Zusätzlich werden im Wurzelraum der Bäume Bodenproben über die gesamte Tiefe gezogen: Es stellt sich die Frage, wie viel Wasser der Boden speichern kann. Zum Schluss werden noch Blätter aus den Baumkronen entnommen, die einer genetischen Untersuchung unterzogen werden. Denn nur mit dem genetischen Code können Bäume auf ihre Angepasstheit an Extrembedingungen untersucht werden.

Die Proben werden an 18 Standorten in Baden-Württemberg gezogen und bis zum Jahresende ausgewertet. Nicht nur die Försterinnen und Förster im Landratsamt Sigmaringen sind gespannt auf das Ergebnis. Vielleicht sind ja die Buchen in Veringendorf schon besonders fit für den Klimawandel.

Forstwissenschaftler und Projektleiter Nick Lamprecht (FVA) entnimmt eine Bohrprobe aus einer Buche

Forstwissenschaftler und Projektleiter Nick Lamprecht (FVA) entnimmt eine Bohrprobe aus einer Buche.

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