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Veranstaltung

Künstlernachbarschaften III

Fr., 18. bis So., 20. Februar 2022
14:00-17:00 Uhr
Das Datum dieser Veranstaltung liegt in der Vergangenheit

Hendrike und Judith Kösel
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Beschreibung

Nach zwei Ateliernachbarn und zwei Tür an Tür wohnenden Freunden nimmt die Reihe „Künstler-Nachbarschaften“ der Kreisgalerie Schloss Meßkirch in einer dritten Ausstellung zwei bildnerisch tätige Schwestern in den Blick. Die Grafikerin Hendrike Kösel (Jahrgang 1963) und die Keramikerin Judith Kösel (Jahrgang 1965) sind zusammen mit ihrem jüngeren Bruder als Kinder des Künstlerehepaars Berthold und Edith Kösel in Sigmaringen inmitten von Kunst und bildnerischem Schaffen ausgewachsen. Bereits in jungen Jahren haben sie ihre Eltern nachgeahmt, ihnen bei den Stickarbeiten geholfen und beim Vergolden die Politur übernommen. Die Wände ihrer Kinderzimmer waren bemalt, und im Dachgeschoss des durch alle Geschosse überreich mit Kunstwerken belegten Elternhauses konnten sich die Mädchen ein eigenes, phantasievolles Kinderreich gestalten. Beim Besuch von Freunden kamen ihnen die aufgeräumten Wohnungen fremd und karg vor.

Der Weg zur Kunst und zum eigenen bildnerischen Schaffen war vor diesem Hintergrund geradezu natürlich und selbstverständlich. Hendrike besuchte nach dem Abgang vom Gymnasium mit der 10. Klasse zunächst eine private Freie Kunstschule in Bad Cannstatt und studierte sodann von 1983 bis 1987 freie Grafik an der Kunstakademie Stuttgart. Neben der eigenen bildnerischen Arbeit unterrichtet sie Kunst an den Gymnasien Weingarten und Altshausen sowie an der Jugendkunstschule Bad Saulgau. Für Judith war durch eine frühe Schwangerschaft und eine lebensbedrohliche Tumorerkrankung mit 23 Jahren kein Kunststudium möglich und führte der Weg als freischaffende Autodidaktin in die Kunst.

„Luftiger Typ“ mit Lust zum Schauen

Hendrike beschreibt sich selbst als „luftigen Typ“ mit einer ausgeprägten Neugier für Menschen, die sie in ihrer Umgebung wie auch auf Reisen mit wachem, Anteil nehmendem Blick beobachtet. „Glotz nicht so, Mama“, kommentieren die Töchter ihre Lust und Neigung zum interessierten Schauen auf Menschen und Welt. Ihre daraus erwachsenden Eindrücke und „inneren Bilder“ verarbeitet sie vorzugsweise in grafischen Serien, deren Bandbreite von chillenden Schwarzen am Berliner Landwehrkanal über humorvolle Impressionen von Menschen und Häusern an ihrem Wohnort Bad Saulgau bis zu einer umfangreichen, phantasievoll-erzählerischen Auseinandersetzung mit dem altorientalischen Gilgamesch-Epos reichen. Hendrike ist eine bildnerische Erzählerin mit hohem Talent zur figurativen, grafischen Veranschaulichung ihrer Schau- und Phantasiewelten.

Anarchische und „leicht morbide“ Kreativität

Judith attestiert sich selbst eine anarchische und „leicht morbide“ Kreativität mit einem ausgeprägten Interesse am Vergehen, Sterben und Tod. Sie ist in ihrem bildnerischen Schaffen „ganz bei mir“ und verarbeitet in ihrer Kunst „was im Leben passiert und was mich bewegt“. Ihren bildnerischen Ausdruck findet sie vorrangig und erdhaft in der mit den eigenen Händen geformten und sodann gebrannten und bemalten Keramik. Weitere Techniken sind die Malerei und die Textilgestaltung. Zumal ihre Keramikreliefs drücken eine bewegte, phantasievoll überschäumende und vielfach humorvolle Kreativität und Gestaltungslust aus. Auch bei ihr finden sich vielfach Serien etwa zu „Tod und Übergang“, Nackedeis in der Sauna, üppige Badende mit und ohne Sonnenbrand von den Baggerseen der Umgebung und zuletzt auch ein vielfältiger Corona-Cosmos und „Flüchtlinge im Schlauchboot“. Nicht minder phantasievoll und originell sind ihre Beton-Menagerien.

Das Schwere und das Leichte

Die beiden Schwestern verbindet neben der prägenden Kindheit und Herkunft aus einem künstlerischen Elternhaus das Interesse am bildnerischen Schaffen der jeweils anderen, das wohlwollend betrachtet und auch kommentiert wird. Neben der sie verbindenden Phantasie und dem humorvollen, Anteil nehmenden Blick auf die Vielfalt des Menschlichen sind ihnen auch die Unterschiede bewusst: Neben den unterschiedlichen Arbeitsrhythmen – Hendrike widmet sich ihrer Kunst vorzugsweise spätnachmittags und abends, Judith findet als Frühaufsteherin ihre kreativsten Stunden am Morgen – zieht es die Keramikerin Judith „zum Schweren“ in Material und Inhalt, die Grafikerin Hendrike dagegen „zum Leichten“ in Technik und Themen.

Dr. Edwin Ernst Weber

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Veranstaltungsort
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Kosten

Kreisgalerie, Dauer- und Sonderausstellung 3,- € (ermäßigt 1,50 €)

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Hinweise

Videofilm mit Vernissage und Ausstellungsgespräch:

Eine Videoaufzeichnung der Ausstellungseröffnung nebst einem Ausstellungsgespräch mit Hendrike und Judith Kösel kann ab 19. Dezember 2021 im Internet über die Startseite der Landkreis-Homepage: www.landkreis-sigmaringen.de oder direkt über den Youtube-Kanal des Landkreises: https://youtu.be/8oUr1fuqlek aufgerufen werden.

Begleitprogramm

Sonderführung mit Hendrike und Judith Kösel am Sonntag, 16. Januar 2022, 15 Uhr.

Für den Besuch der Ausstellung gelten die aktuellen Corona-Regeln: medizinischer Mund- Nasenschutz, 2G-Nachweis (geimpft, genesen), Hinterlassung der Kontaktdaten. Bitte informieren Sie sich über evtl. kurzfristige Änderungen.


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Veranstalter
Landkreis Sigmaringen
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Download
Weitere Informationen finden Sie hier: Flyer Künstler-Nachbarschaften III - Kösel (PDF)
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