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Recht & Ordnung

Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe treffen sich zur Selbstreflektion


Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe treffen sich zur Selbstreflektion
Fröhliche Gesichter nach zweieinhalb Stunden Selbstreflexion: Referentin Alexandra Freund-Gobs (6.v.l.), Ehrenamtskoordinatorin des Caritasverbandes Manuela Friedrich (3.v.l.), Integrationsbeauftragter Landkreis Sigmaringen Bastian Rädle (2.v.l.) und die Teilnehmer des Abends

Dass diese Tätigkeit auch persönlich belastend sein kann, ist kein Geheimnis. Deswegen ging es an einem „Powerabend“ darum, sich selbst und sein Handeln zu reflektieren. Die Referentin, Alexandra Freund-Gobs, führte mit Humor und vielen Denkanstößen durch den Abend.
 
Die Teilnehmer diskutierten unter anderem die Frage der Über- bzw. Unterordnung in einem Betreuungsverhältnis mit Geflüchteten, womit viele sich schwer getan haben, da sie ihre Unterstützungsangebote auf Augenhöhe anbieten möchten. Die Ausgangslage in der Arbeit mit Geflüchteten ist meistens so, dass diese Unterstützung für bestimmte Anliegen erfragen. Wenn dann aber engere Bindungen entstehen, wird von geflüchteten Menschen oftmals argumentiert, dass sie etwas zurückgeben möchten. Und so entwickelt sich nach und nach ein bereicherndes Verhältnis auf Augenhöhe. Teilnehmerin Doris Gaißmaier aus Bad Saulgau resümierte: „Wenn ich etwas gebe, bekomme ich auch immer etwas zurück, sei es ein Lächeln oder die Freude des Anderen.“

Viel Platz nahm die Diskussion über die Herausforderung ein, auch einmal Nein sagen zu können. Hierbei wurde darüber gesprochen, dass gefühlte Verantwortung nicht gleich reale Verantwortung ist, was auf breite Zustimmung stieß. Es wurde deutlich, dass das Setzen eigener Grenzen von großer Bedeutung ist. Sinnbildlich solle an eine Waage gedacht und überprüft werden, ob diese sich noch im Gleichgewicht mit den eigenen Bedürfnissen und jenen der Anderen befindet. Es gibt zahlreiche Gründe, warum Menschen oftmals keine klaren eigenen Grenzen setzen. Sei es aus Angst, Menschen zu verlieren oder auch beispielsweise aus der Überlegung heraus, dass Grenzen als lieblos erachtet werden. Um einen Praxisbezug herzustellen, wurde in einem Rollenspiel das Verneinen von Anfragen Bedürftiger erprobt.

Zum Schluss der Veranstaltung waren die Köpfe der Teilnehmerinnen und Teilnehmer voller neuer Gedanken. „Ich fand den Abend sehr spannend und es war interessant zu erfahren, wie es den Ehrenamtlichen mit ihrem Engagement ergeht. Ich freue mich bereits jetzt auf weitere derartige Veranstaltungen und den Austausch untereinander“, so die Ehrenamtskoordinatorin des Caritasverbandes Sigmaringen, Manuela Friedrich.
 
Bastian Rädle, Integrationsbeauftragter des Landkreises Sigmaringen: „Für meine Arbeit sind die ehrenamtlich Tätigen eine große Stütze. Sie helfen bei der Integration maßgeblich mit. Und zwar zum einen auf der Seite der Geflüchteten, die sie mit viel Herzblut unterstützen. Aber zum anderen auch bezüglich der alteingesessenen Bevölkerung, welcher sie als positives Beispiel für ein tolerantes Miteinander in unserer Gesellschaft dienen.“
 
Falls Sie sich ehrenamtlich engagieren möchten freut sich Manuela Friedrich auf Ihre Nachricht per E-Mail oder Telefonisch: 07571 730 117.

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