Meine Heimat - wo ich wohne, wo ich zu Hause bin

„Heimat“ ist etwas Wertvolles. Gerade in Zeiten der Globalisierung ist das Bedürfnis der Menschen nach Heimat gewachsen.  Der demografische Wandel wird sich besonders auf dem Land in den nächsten Jahren bemerkbar machen und je früher sich die Kinder ihres Heimatortes bewusst sind und ihn als Heimat wahrnehmen, um so mehr findet eine Verwurzelung statt.

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Auf kindgerechte und spielerische Weise erleben die Kinder ihre Heimat, deren Traditionen und Bräuche Sie lernen bewusst die Besonderheiten in ihrem Dorf kennen. Das Heimatgefühl der Kinder wird dadurch gestärkt.

Die Kinder des Kindergartens Engelswies wohnen in einem kleinen überschaubaren Dorf. Hier kann man noch viele Wege zu Fuß gehen und man kennt sich untereinander. Die Institutionen, Firmen, Einrichtungen  wie Kindergarten, Lieblingsplätze sind bekannt und leicht zu erreichen.

Im anschließenden Ablauf wird berichtet wie das Thema Heimat im Kindergarten spielerisch und medial aufbereitet wurde. Die Fotos sollen dokumentieren, wie aktive Medienarbeit im Kindergarten in den Rahmenplan eingebettet werden kann. Der folgende Ablauf ist ein Ideenpool und es wird hauptsächlich auf die Angebote der Medienwerkstatt näher eingegangen.

Einstieg war die Vorbereitung auf die Fastnacht

  • Brauchtums Figur der örtlichen Fastnacht in Engelswies ist der Köhler-Maale.

    Die Fasnet ist ein wichtiger Bestandteil der Brauchtumspflege im Dorf.
  • Vorlage Köhler-Maale zum ausmalen --> DIN A3
  • von jedem Kind wird mit dem iPad ein Portraitfoto gemacht
  • mit dem Selphy Drucker  das Portrait ausdrucken, so dass das Gesicht zu den Proportionen des angemalten Köhler-Maale passt.
  • Die Maske der angemalten Vorlage wird von der Erzieherin so aufgeschnitten, dass man sie auf und zu klappen kann. Nun das Gesicht ausschneiden und von hinten an das Köhler-Maale kleben. --> Kinder erkennen, dass sich ein Gesicht hinter der Maske verbirgt.

Die gebastelten Köhler-Maale werden auf ein großes Plakat aufgeklebt, so dass es wie ein Fasnetsumzug aussieht.

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Einstieg: Begriff Heimat

Ortsplan

  • Großer DIN A0 Ortsplan (  Kann auf der Gemeinde ausgedruckt werden)
  • Den Ortsplan von Engelswies gemeinsam in der Gruppe anschauen.
  • Wo wohne ich, evt. mit Buttons (Spielplatz…) Orientierung geben.
  • Was gibt es Schönes in Engelswies.
  • Wo gehe ich gerne hin --> Lieblingsplätze
  • Den Plan so aufhängen, dass die Kinder ihn anschauen können
  • Exkursionen im Dorf

    ·         Mit dem iPad Fotos von den Häusern, in denen die Kinder wohnen,  machen.

    ·         Mit dem iPad das Kind fotografieren, das in dem Haus wohnt.

    ·         Fotos von den Besonderheiten, Plätzen, Lieblingsplätzen, Institutionen im Dorf machen
  • ausgedruckte Foto (Selphy Drucker) auf Vorlage oder gefaltetes Haus kleben und auf dem Plan gemeinsam mit den Kindern mit roten Wollfäden  zuordnen und aufkleben.
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    Die Kinder malen mit wem sie in ihrem Haus wohnen
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    Für Kinder bedeutet Wohnen, sich im sicheren Raum entfalten, den Raum zu erobern, Schutz genießen und sich geborgen fühlen.

Weitere Angebote

Die Lieblingsplätze der Kinder werden auf dem Ortsplan mit roten Schnüren zugeordnet

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Weitere Angebote

  • Mit dem iPad nehmen die Kinder Geräusche vom Dorf auf z.B. Kirchenglocken, Feuerwehr, Verena Brunnen, Hühnerhof, Autowerkstatt.
  • In der Gruppe werden die Geräusche erraten und den nochmals ausgedruckten Fotos zugeordnet.
  • Bilder- Geräusche (auditive Differenzierung) ein Ratespiel daraus machen und am Beamer gemeinsam mit den Kindern anschauen.
  • Ein digitales Bilderbuch erstellen, dieses kann mit den aufgenommenen Fotos und Geräuschen unterlegt werden.

    https://www.mekis.ch/Instrumente/projekte/interaktive-buecher.html

Kino: „Oh wie schön ist Panama“

Mit einem alten Filmvorführgerät des Kreismedienzentrums wurde gemeinsam der Film von Janosch angeschaut. Im Voraus sind Eintrittskarten gebastelt worden.  Selbstgemachtes Popcorn durfte nicht fehlen.

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Anschließend fand ein Filmgespräch statt

Freunde

  • Panama Land der Träume
  • In die Ferne gehen Neues erleben und kennenlernen
  • Zurückkommen - Heimat

Making Angebote

Oft ist es so, dass die „Großen“ vor dem Ende ihrer  Kigazeit  besonderes gefordert werden wollen. Im Planungsgespräch  wurde überlegt welche Making Angebote zum Thema Heimat passen.

Mit Materialien vom Projekt „Haus der kleinen Forscher“ durften die Kinder einen Stromkreislauf spielerisch ausprobieren.

Leuchthäuser mit LED basteln

Nachdem die Kinder das Haus von der Vorlage ausgeschnitten haben durften sie es anmalen.

Natürlich wurde besprochen, wie die Straße, in der die Kinder wohnen und die Hausnummer heißt.

Diese wurde natürlich aufgemalt

Bastelvorlage Haus und Anleitung

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Nach dem Ausmalen des Hauses waren die Kinder fasziniert von den LED Lampen.

Mit einem leitenden Klebeband wurde ein Papierstromkreis auf das vorbereitete Haus geklebt.

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Anschließend wurden die Häuser als Dorf aufgestellt. Im Freispiel konnte man beobachten, dass die Kinder immer wieder zu ihrem Haus gingen und das Licht an und aus machten.

Programmieren: Mensch & Roboter

Wie funktioniert ein Roboter oder ein Computer? Auf spielerische Weise erfahren die Kinder, dass Computer bzw. Roboter nicht eigenständig denken und handeln, sondern immer nur Befehle ausüben, die wir ihnen geben.

Weiterlesen:

http://medienkindergarten.wien/roboter-coding/vorbereitung-fuers-programmieren-mensch-roboter/

Unser Roboter

Was ist ein Roboter und woraus besteht dieser? Als Einstieg in das Thema Robotik bietet sich das Gestalten eines eigenen Roboters an.

Weiterlesen:

http://medienkindergarten.wien/roboter-coding/unser-roboter/

Die „Großen“  waren sehr motiviert von dieser Art Angebot. Beim Planungsgespräch kam die Idee auf, weitere technische Geräte/Aufgaben/Spiele einzusetzen. Im Kreismedienzentrum wurden Blue-Bots im Verleih aufgenommen und so kamen wir auf die Idee, diese für das Projekt zu nutzen.

https://www.landkreis-sigmaringen.de/de/Landratsamt/Kreisverwaltung/Fachbereiche/Kreismedienzentrum/Aktuelles/Technik

Einführung Blue-Bots

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Die Blue-Bots lassen sich über Tasten programmieren und damit steuern. Durch die Verwendung verschiedener Spielpläne, die gemeinsam mit den Kindern gestaltet werden können, können die  Blue-Bots mit Inhalten der Bildungspläne verknüpft werden.

weiterlesen:

http://medienkindergarten.wien/medienpaedagogik/roboter-coding/der-bienenroboter-bee-bot/

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Die  Kinder  lernen spielerisch durch die Verwendung verschiedener Spielpläne und Funktionskarten die  Blue-Bots kennen.

Herstellen eines Spielplans

Bei einem weiteren Angebot dürfen die Kinder einen eigenen Spielplan erstellen. Sie malen ihre Häuser und Lieblingsplätze auf vorbereitete 13,5cm x 13,5cm Quadrate.

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Mit den vorbereiteten Befehlskarten wird verdeutlicht  wie man die Blue-Bots  programmieren kann.

An Hand des großen Dorfplanes werden die Fotos passend in die Laschen des Spielplanes eingefügt.

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Die Kinder überlegen welchen Weg sie auf dem Spielplan zurücklegen möchten und  programmieren dann die Blue-Bots.

Bei den Angeboten der Medienwerkstatt muss der zeitliche Rahmen großzügig definiert werden. Gerade bei Medienarbeit kann sich Zeitdruck negativ auf das Ergebnis auswirken. Dies kann durch klare Strukturen und Abläufe geregelt werden.

Bei manchen Angeboten muss die Zusammensetzung, Alter und Gruppengröße berücksichtigt werden.

Mit den Angeboten der Medienwerkstatt wurden zahlreiche Entwicklungsziele aus dem Orientierungsplan abgedeckt und ergänzt.

  • Sprachfähigkeit
  • Teamfähigkeit
  • Soziales Verhalten
  • Selbstvertrauen
  • Motorik (beim Basteln, Malen)
  • Singen
  • Wissensvermittlung (Pläne lesen können, Making Angebote, Umgang sowie Regeln beim Umgang mit Medien, Bezeichnungen wie „Tablet“,  „Beamer“ etc.)

Es war wieder einmal festzustellen was für ein Gewinn die Installation der Medienwerkstatt für den Kindergarten Engelswies ist.
„Medien gehören zur Lebenswelt der Kinder. Medien sind ein Handwerkszeug. Kinder dürfen beim Umgang mit Medien nicht alleine gelassen werden. Wir müssen sie kindgerecht begleiten.“
Die Medien werden als gestalterisches Werkzeug wahrgenommen. Erfahrene Erzieherinnen freuen sich über den neuen Input. Sie merken, dass ihr bereits bekanntes Repertoire an Ideen, wie z. B. Fingerspiele oder Singen durch den Medieneinsatz erweitert wird.