Definition und Grundprinzipien des fairen Handels

Fairer Handel ist eine weltweite Bewegung, die sich für bessere Handelsbedingungen und die Sicherung sozialer Rechte von Produzierenden und Arbeitenden in Ländern des Globalen Südens einsetzt. Der faire Handel basiert auf partnerschaftlichen Beziehungen, Transparenz, Dialog und Respekt. Er verfolgt das Ziel, benachteiligte Produzentengruppen zu stärken und ihnen eine selbstbestimmte wirtschaftliche Entwicklung zu ermöglichen. Die zentralen Grundprinzipien des fairen Handels sind untergliedert in drei Säulen:

  • Soziales

Die erste Säule gilt der Stärkung von Kleinbauern und Kleinbäuerinnen sowie Arbeitern und Arbeiterinnen. Sie umfasst die Organisation in demokratischen Gemeinschaften, die Förderung gewerkschaftlicher Organisationen, geregelte Arbeitsbedingungen, das Verbot ausbeuterischer Kinderarbeit sowie ein Diskriminierungsverbot.

  • Ökologisches

Die zweite Säule beschäftigt sich mit dem Umweltschutz, bei dem der Mensch in den Mittelpunkt tritt. Nachhaltige Anbau- und Produktionsmethoden sind fester Bestandteil fairer Handelspraktiken. Hierzu zählen der Schutz natürlicher Ressourcen, das Verbot gefährlicher Pestizide, die Verwendung von gentechnisch unverändertem Saatgut sowie die Förderung des Bio-Anbaus durch den Bio-Aufschlag.

  • Ökonomisches

Die dritte Säule legt die Anforderungen an Händler und Hersteller fest. Sie regelt die Bezahlung von Fairtrade-Mindestpreisen und Fairtrade-Prämien, die Nachweispflicht über Waren- und Geldflüsse sowie die Richtlinien zur Verwendung des Siegels.