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Aktuelle Meldung

Abfallwirtschaft

Bioabfallsammlung als freiwilliges Hol- und Bringsystem


Der Kreistag wird am 29. März darüber entscheiden, wie die Biomüllsammlung künftig organisiert wird. Landrätin Stefanie Bürkle, Umweltdezernent Dr. Bernhard Obert und Holger Kumpf, Leiter der Kreisabfallwirtschaft stellen der Presse am Donnerstag vor, welche Lösung die Verwaltung zusammen mit den Kreisräten erarbeitet hat.
 
Nach der groß angelegten Bürgerbefragung im Frühsommer 2020 zu der geplanten Bioabfallsammlung im Landkreises Sigmaringen wurde nochmals eine weitere Systemvariante untersucht. In einem Online-Workshop Mitte Februar wurden dann die verschiedenen Möglichkeiten einer Bioabfallsammlung nochmals mit Mitgliedern des Kreistages diskutiert und gemeinsam Lösungen erarbeitet.
 
Was vielen Bürgern wichtig war, soll auch weiterhin möglich sein: Wer die Möglichkeit hat und nutzen will, kann seine Bioabfälle auch zukünftig auf dem eigenen Grundstück kompostieren und verwerten. Wer diese Möglichkeit nicht hat oder nutzen will, kann zukünftig seine Bioabfälle entweder zu den 24 Wertstoffhöfen im Landkreis bringen oder freiwillig, gegen Gebühr, am Holsystem für Bioabfälle teilnehmen. Die Tonne soll alle 14 Tage abgefahren werden. „Wir haben für unser Konzept alles in den Blick genommen – vom Sammeln der Abfälle in der Küche bis hin zur Verwertung“, beschreibt Landrätin Stefanie Bürkle.
 
Jeder Bürger, der eine Biotonne bestellt, soll ein 10 Liter Vorsortiergefäß und jährlich 100 Bioafalltüten aus Papier erhalten.
 
 „So wollen wir verhindern, dass die Bürger in Versuchung geführt werden ihre Bioabfälle in Plastiktüten zu verpacken, die anschließend auf den Feldern landen.“ erklärt Umweltdezernent Dr. Bernhard Obert. Um generell eine Verlagerung des Restmülls in die Biotonne zu vermeiden, soll der Bioabfall, wie der Restmüll auch, verwogen und eine Leistungsgebühr erhoben werden. Die Vorsortiergefäße wie auch die Biotonne sollen mit Biofilter gegen die Gerüche, Madenbefall und Fliegen ausgerüstet werden.
 
Um die Biotonne aber auch im Hinblick auf eine sich wandelnde Gesellschaft für Haushaltemit kleinem Garten attraktiv zu gestalten, sollen die Bürger zwischen verschiedenen Tonnengrößen für ihre Bioabfälle wählen können. Geplant sind Volumen von 60, 120 und 240 Litern. Wer möchte, kann über eine größere Tonne so auch Gartenabfälle entsorgen und sich so Fahrten zum Wertstoffhof sparen.
 
„Wir möchten ein System anbieten, mit dem die Bürgerinnen und Bürger etwas für das Klima und die Umwelt tun können und gleichzeitig ihren Biomüll komfortabel verwerten lassen können“, fasst Landrätin Stefanie Bürkle zusammen.
 
„Da dies alles aber leider nicht umsonst ist und auch nicht aus anderen Quellen gegenfinanziert werden kann, werden wir mit der geplanten Einführung der Bioabfallsammlung 2024 nicht umhinkommen, die Gebühren anzupassen.“ so Holger Kumpf.
Ein 4-Personen-Haushalt mit Biotonne muss mit 65 Euro zusätzlich im Jahr rechnen, für vergleichbare Haushalte ohne Biotonne sollen rund 15 Euro mehr anfallen.
 
Damit die Gebühren für die, die an der Bioabfallsammlung teilnehmen wollen, nicht zu hoch werden, sollen die Fixkosten des Sammelsystems über die allgemeine Grundgebühr gedeckt werden. Mit den neuen Regelungen des im Dezember 2020 von der Landesregierung geänderten Kommunalabgabengesetzes ist dies nun auch rechtssicher möglich. Für andere Abfallfraktionen wie die Grüngut-, Papier-, Altholz- oder Problemstoffsammlung oder die Erfassung auf den Wertstoffhöfen ist dies heute schon so. „Auch hier wird allen Bürgern ein Sammelsystem zur Nutzung angeboten, das vielleicht nicht immer und nicht alle Bürger nutzen, aber trotzdem, über die allgemeine Grundgebühr finanziert, jedem Bürger zur Nutzung zur Verfügung steht.“, erläutert Holger Kumpf.
 
Nach der geplanten Entscheidung zu einem Sammelsystem für Bioabfälle für den Landkreis Sigmaringen am 29. März im Kreistag soll dann im nächsten Schritt das Abfallwirtschaftskonzept des Landkreises angepasst werden. Der Beginn der Sammlung der Bioabfälle im Landkreis Sigmaringen ist dann nach der europaweiten Ausschreibung der Entsorgungsdienstleistungen für Anfang 2024 geplant.
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