Veranstaltung

Die Revolution 1918/19 in Hohenzollern

Mo, 12. November 2018
20:00 Uhr
Das Datum dieser Veranstaltung liegt in der Vergangenheit

Vortrag von Rolf Vogt, Hechingen
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Beschreibung
Von einem Tag auf den anderen wurde alles anders: Am 9. November 1918 floh Kaiser Wilhelm nach Holland, und in Berlin entstand die deutsche Republik. Auch Württemberg verjagte seinen König. Was passierte in Hohenzollern?
Die hohenzollerischen Spitzenpolitiker versuchten anfangs, die Revolution im Zaum zu halten: Fürst Wilhelm von Hohenzollern spendete am 11. November 2 Millionen Mark für die Kriegsgeschädigten, die Vertreter der katholischen Zentrumspartei und der liberalen Volkspartei rangen ihm zwei Tage später auch den Verzicht auf Sonderrechte in den Gemeinden ab. Der Hechinger Oberamtmann Paul Paehler versuchte, mit Hilfe der Dorf-Bürgermeister Bauernräte zu installieren.
Die Gründung des Soldaten- und Arbeiterrats Hechingen am 12. November und eine Großdemonstration auf dem Hechinger Marktplatz am 13. November machten einen Strich durch die Rechnung. Auch in Sigmaringen entstand ein Soldatenrat. Er forderte die Einberufung des Hohenzollerischen Kommunallandtags, der am 18. November zusammentrat. Der Kommunallandtag beanspruchte, im Namen des hohenzollerischen Volks zu sprechen, und verabschiedete einen Katalog von Petitionen, die er von der preußischen Staatsregierung und der deutschen Nationalversammlung geregelt wissen wollte.
Wie es weiterging und auf welchen Wegen das bisherige „Kaiserstammland“ Hohenzollern seinen Platz im neuen Freistaat Preußen fand, zeichnet Rolf Vogt auf seiner Reise durch das Jahr 1919 nach. Er sieht die Rätebewegung wachsen und die Menschen hungern. Der Referent beobachtet den Mühlensturm in Gruol und die mit großen Hoffnungen begleitete Wahl der Nationalversammlung. Der Boykott der Wahl zur preußischen Nationalversammlung, die gewalttätige Demonstration der Kriegsbeschädigten in Sigmaringen, die Gründung von Bürgerwehren, die Gemeinderatswahlen und die Verhandlungen mit dem preußischen Innenministerium folgen.
Am Ende ist die politische Erneuerung abgeschlossen, aber keine Frage wirklich gelöst.

Am 1. Februar 1919 zogen hunderte Kriegsbeschädigte zum Schloss in Sigmaringen. Der Ärger entlud sich in Gewalttätigkeit. (Vorlage: Staatsarchiv Sigmaringen)
Foto:
Am 1. Februar 1919 zogen hunderte Kriegsbeschädigte zum Schloss in Sigmaringen. Der Ärger entlud sich in Gewalttätigkeit. (Vorlage: Staatsarchiv Sigmaringen)
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Veranstaltungsort
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Treffpunkt
Spiegelsaal
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Kosten
Eintritt frei, Spenden erbeten
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Veranstalter
Kreiskulturforum und Hohenzollerischer Geschichtsverein
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