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29.03.2020
Kultur & Archiv
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

heute will ich Sie auf Johannes Scheffler (1624-1677), einen der wohl bedeutendsten religiösen Dichter deutscher Sprache, und dessen Epigramme aus seinem bekanntesten und bis heute lesenswerten und anrührenden Werk, dem „Cherubinischen Wandersmann“ von 1657, aufmerksam machen. Der studierte Mediziner Scheffler aus Breslau in Schlesien, besser bekannt unter seinem Dichter-Pseudonym Angelus Silesius, lebte während und nach dem Dreißigjährigen Krieg in einer Zeit der kriegerischen Katastrophen und unversöhnlichen konfessionellen Auseinandersetzungen. Auf dem Höhepunkt seines dichterischen Schaffens fand er auf den religiösen Hader und die Abgründe seiner Zeit mystische Antworten, die aus der eigenen, emotionalen Glaubenserfahrung in die Tiefe gehen und über dogmatische und trennende Lehrwahrheiten der Konfessionen und Religionen hinaus den Weg nach innen und zu einem verbindenden und rettenden Gottesverständnis weisen.
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28.03.2020
Kultur & Archiv
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Corona-Pandemie zwingt uns eine Entschleunigung unseres öffentlichen wie auch persönlichen Lebens auf. Die gewohnten Pflichten, Routinen und auch Ablenkungen sind uns vielfach und durchaus unfreiwillig genommen. Unser Leben erscheint plötzlich unsicher und gefährdet. Sorgen und Angst um unsere Gesundheit, die berufliche Zukunft, das materielle Auskommen, all unsere Pläne und Vorhaben bedrücken uns. Was sind die „richtigen“ Antworten von uns selbst und unserer Gesellschaft insgesamt auf die bisher kaum gekannten existenziellen Fragen und Herausforderungen?
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27.03.2020
Kultur & Archiv
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

nachdem unter den Lesern meiner Online-Rubrik auch Familien mit Kindern sind, greife ich heute die Einladung des Künstlers Roland Wilhelm Schmitt aus Sigmaringen zu einem „virtuellen Familien-Wochenendausflug“ auf, an dem per Videokonferenz (z.B. Skype) oder Telefon im übrigen völlig gefahrenfrei auch die Großeltern teilnehmen können.
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26.03.2020
Kultur & Archiv
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

auf Anregung von Pater Augustinus Gröger vom Kloster Beuron möchte ich meine Beiträge zur Ermutigung auf ausgewählte biblische Texte ausweiten, die von der Not der Menschen in Katastrophen und Krisen und zugleich von der Hoffnung und der Erfahrung von Hilfe und Rettung künden. Ausgewählt habe ich heute den bekannten Psalm 130 „De profundis – Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu Dir“ in der kraftvollen Übersetzung unseres Freundes und Landsmanns Arnold Stadler. Neben dem Lesen und Verkosten des Textes möchte ich Sie mit den beiden beigefügten links zum Anhören der Vertonungen des Psalms von Johann Sebastian Bach und Felix Mendelssohn-Bartholdy einladen.
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25.03.2020
Kultur & Archiv
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

heute möchte ich ein Bild mit Ihnen teilen, das mir der Fotograf Ferdinand Joesten aus Laubbach zugeschickt hat. Es zeigt eine Birke, die bei einem winterlichen Eissturm umgeknickt wurde, dann aber aus der Agonie heraus in einem Impuls des Überlebens buchstäblich „die Kurve gekriegt“ und wieder den Wachstumsweg nach oben zu Sonne und Licht gefunden hat. Für Ferdinand Joesten hat der verwachsene Baum eine hohe Symbolkraft. Vielleicht, so hofft er, gehen auch die Gesellschaft und die Menschen aus der gegenwärtigen Krise am Ende etwas entschleunigt und sozialer hervor.
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24.03.2020
Kultur & Archiv
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wir haben die zurückliegenden Jahrzehnte in der Illusion eines vermeintlich auf Dauer sicheren Lebens verbracht. 75 Jahre Frieden zumindest im Westen und in der Mitte unseres Kontinents und ein trotz mancher sozialer Ungleichheiten insgesamt wachsender Wohlstand für fast alle hat es in dem zuvor stetig kriegs- und krisengeschüttelten Europa in dieser Form in mehr als tausend Jahren nicht gegeben.
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23.03.2020
Kultur & Archiv
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

meine Überzeugung und Erfahrung, dass gute Gedichte Nahrung für Seele und Geist gerade auch in bedrohlichen und Furcht einflößenden Lebenslagen sein können, habe ich Ihnen bereits in einem früheren Beitrag in meiner Online-Rubrik offenbart. Nach der „Bitte“ von Hilde Domin am vergangenen Donnerstag will ich Ihnen heute drei Gedichte von drei Poeten aus unserem Landkreis vorstellen, die mir auf meine Bitte um Unterstützung meiner Ermutigungs-Reihe zugeschickt und für eine Veröffentlichung überlassen worden sind. Die drei Dichter sind der Barde Michael Skuppin aus Bad Saulgau, der Autor und Liedermacher Franz Wohlfahrt aus Einhart und Irene Hedwig Weber aus Inzigkofen. Michael Skuppin hat sein Gedicht vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie eigens aktualisiert und überdies als Lied vertont. Verkosten Sie die Gedichte, indem Sie sie am besten mehrfach laut vorlesen.
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22.03.2020
Kultur & Archiv
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

während meines Studiums vor bald 40 Jahren haben mich die Lebensweisheiten und Verhaltensmaximen von Autoren der Stoa, einer philosophisch-ethischen Religion der griechischen und römischen Antike, sehr beeindruckt und ein Stück weit auch in meinem eigenen Denken beeinflusst. Vor allem in der jüngeren Stoa in der römischen Kaiserzeit finden sich Vorstellungen von einer alle Menschen erfassenden Humanität, Überlegungen zum Spannungsverhältnis zwischen innerer Freiheit und gesellschaftlicher Pflichterfüllung und zur stetigen Aufgabe, das eigene Verhalten und Handeln unter ethischen Gesichtspunkten zu reflektieren und erforderlichenfalls zu korrigieren. Weg und zugleich Ziel des Stoikers sind die „Eudaimonia“, der Frieden der Seele, und die „Ataraxia“, die innere Unerschütterlichkeit, ungeachtet aller Fährnisse, Widrigkeiten und Schicksalsschläge im persönlichen wie auch gesellschaftlichen Leben.
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21.03.2020
Kultur & Archiv
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Krise als Chance. Aus der Beschäftigung mit Krisen der Vergangenheit – Kriegen, Hungersnöten und Seuchen – weiß ich, dass nach Leid, Tod und Verderben stets ein Neuanfang und im besten Fall eine Lernerfahrung der Menschen und der Gesellschaft insgesamt gekommen ist. Etwas Altes, Überlebtes ist in den Sicht- und Verhaltensweisen an sein Ende gekommen und hat neuen Perspektiven, Werthaltungen und auch Umgangsformen Platz gemacht. So ist an die Stelle des unversöhnlichen Glaubensstreits des konfessionellen Zeitalters durch die Katastrophe des Dreißigjährigen Krieges die Bereitschaft zur Duldung und zum Arrangement mit den Andersgläubigen und langfristig letztlich die Toleranz getreten.
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20.03.2020
Kultur & Archiv
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

bei der Bewältigung von Krisen kann neben Gelassenheit, Vertrauen und Tatkraft auch Humor ein wichtiger Helfer sein. Lachen über manche Skurrilitäten des aus den Angeln gehobenen Alltags und mitunter auch über sich selbst und die eigenen Ängste und Verhaltensweisen kann befreiend sein und den Blick öffnen für das Notwendige und im besten Fall auch für die Chancen, die in jeder Krise enthalten sind. Deswegen möchte ich ihnen heute in meiner Online-Rubrik etwas zum Lachen bieten.
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