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Brand- & Bevölkerungsschutz | Forst

150 Einsatzkräfte üben Hand in Hand


Im Bereich der Verenakapelle überprüften sie die entsprechenden Abläufe und stärkten ihre Einsatzbereitschaft bei Vegetationsbränden. Angenommen wurde ein ausgedehnter Waldbrand in unwegsamem Gelände, der sich aufgrund von Wind und trockener Vegetation rasch auszubreiten drohte.

Basierend auf einer Idee der Freiwilligen Feuerwehr Inzigkofen und ihres Kommandanten Rainer Klein wurde die Übung gemeinsam mit den Fachbereichen Brand- und Bevölkerungsschutz und Forst des Landratsamts Sigmaringen konzipiert – zumal das Thema auch im Landkreis Sigmaringen weiter an Bedeutung gewonnen hat. Der zurückliegende Hitzesommer zeigte dort deutlich die zunehmende Waldbrandgefahr auf. „Wir hatten in diesem Jahr leider gleich mehrere Waldbrände zu verzeichnen“, sagt Andreas Schmid, Leiter des Fachbereichs Forst, der bei diesem Thema eng mit den Kollegen des Brand- und Bevölkerungsschutzes zusammenarbeitet. Der regelmäßige Austausch der Fachdisziplinen soll dazu beitragen, im Ernstfall schnell und effektiv handeln zu können.

Mehrere rote Feuerwehrfahrzeuge stehen auf einer Wiese in ländlicher Umgebung, daneben Anhänger und ausgerollte gelbe Schläuche. Feuerwehrkräfte arbeiten an den Geräten, während im Hintergrund Felder und ein Waldrand zu sehen sind.Bei der Waldbrandübung greifen die Einsatzkräfte auf verschiedene Fahrzeuge und spezielle Ausrüstung zurück.

Nach der Alarmierung zur Übung rückten mehrere Einheiten der Feuerwehr sowie unterstützende Organisationen zur Einsatzstelle aus. Anschließend standen die Brandbekämpfung, der Aufbau einer Löschwasserversorgung über längere Wegstrecken, der Pendelverkehr mit Löschwasser, die Koordination verschiedener Einsatzabschnitte sowie die Kommunikation zwischen Einsatzleitung und Einsatzkräften im Mittelpunkt. Besonderes Augenmerk lag auf der Wasserförderung, dem sicheren Vorgehen im unwegsamen Gelände und dem Schutz angrenzender Bereiche.

Neben der eigentlichen Waldbrandlage wurden weitere Szenarien in die Übung eingebaut. Dazu gehörten die Rettung einer verletzten Person sowie die Alarmierung der Rettungskräfte an einen ausgewiesenen Rettungspunkt. Auch Sanitätseinheiten des Deutschen Roten Kreuzes und die Notfallseelsorge waren in die Übung eingebunden. Dadurch konnten neben den feuerwehrtechnischen Abläufen auch die medizinische Versorgung und die psychosoziale Betreuung im Einsatzfall realitätsnah geübt werden.

Auf einer Wiese am Waldrand arbeiten Feuerwehrkräfte in Schutzkleidung. Sie ziehen einen gelben Schlauch in den dicht bewachsenen Bereich zwischen den Bäumen.Beim Löschangriff in den Wald wird das angenommene Übungsfeuer bekämpft.

Für die Koordination und Steuerung der Einsatzeinheiten aus dem gesamten Kreisgebiet zeichnete die örtliche Führungsgruppe, der Führungsstab des Landkreises und die speziell für die Übungslage eingerichtete Übungsleitstelle im Pfarrhaus in Vilsingen verantwortlich. Zudem kam speziell für den Waldbrand beschaffte Ausrüstung zum Einsatz, die über das Kreisgebiet verteilt vorgehalten wird.

Mit dem Verlauf der rund dreistündigen Übung war die Übungsleitung absolut zufrieden: Die Einsatzkräfte arbeiteten konzentriert, strukturiert und Hand in Hand. Kleinere Verbesserungspotenziale wurden im Anschluss gemeinsam besprochen und fließen nun in die weitere Ausbildungskonzeption ein.

„Die Übung war ein voller Erfolg“, sagt Kreisbrandmeister Michael Reitter. „Gerade bei großen Brandereignissen ist es wichtig, solche Lagen zu üben. In dieser Größenordnung haben wir das mit den Feuerwehren aus dem Landkreis bisher noch nicht getan. Die gewonnenen Erkenntnisse, darunter auch die Umstände, die noch nicht auf Anhieb geklappt haben, helfen uns dabei, die Rettungskräfte im Landkreis weiterhin gezielt zu schulen und auf den Ernstfall vorzubereiten.“

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