Gemeinsam für sauberes Grundwasser
Beim jüngsten Wasserschutzfeldtag auf einer Ackerfläche bei Bolstern (Bad Saulgau) informierten sich zahlreiche Landwirte über einen Praxisversuch zur gewässerschonenden Bodenbearbeitung.
Rund 36 Prozent der Ackerflächen im Landkreis Sigmaringen befinden sich in Wasserschutzgebieten. Bei der Gestaltung der Bodenbearbeitung im Herbst und der Vorbereitung des Saatbeets für das Wintergetreide stehen Praxis und Umweltschutz vor einer gemeinsamen Herausforderung: Einerseits regt die Lockerung des Bodens den natürlichen Abbau organischer Substanz an, wodurch Nährstoffe frei werden. Andererseits ist eine gezielte Bodenbearbeitung wichtig, um Pflanzenschutzmittel einzusparen und den Nutzpflanzen einen optimalen Start im Herbst zu ermöglichen.
Um Praxistauglichkeit und Gewässerschutz bestmöglich zu vereinen, haben die Wasserschutzberater des Fachbereichs Landwirtschaft den Versuch bei Bolstern initiiert. Dabei werden verschiedene Bearbeitungsvarianten untersucht sowie Nährstoffgehalte im Boden und pflanzenbauliche Parameter regelmäßig dokumentiert.
Beim Wasserschutzfeldtag stellten die Berater den Versuch vor und tauschten sich dazu mit den Landwirten aus. Wertvolle Praxiserfahrungen und neue Lösungsansätze der Betriebsleiter fließen aus dem gemeinsamen Dialog direkt in das Projekt ein.
Bis zur anstehenden Aussaat des Winterweizens Anfang Oktober können sich alle interessierten Landwirtinnen und Landwirte, aber auch Bürgerinnen und Bürger selbst ein Bild von den Versuchen machen. Neben der Versuchsfläche westlich von Bolstern gibt es eine weitere direkt am Waldrand an der Verbindungsstraße zwischen Tafertsweiler und Hoßkirch. Beide Flächen wurden in Kooperation mit örtlichen Landwirten angelegt und mit Informationstafeln ausgestattet.
Auf der Ackerfläche bei Bolstern informieren sich die interessierten Landwirte über den Versuch, der Praxistauglichkeit und Gewässerschutz bei der Bodenbearbeitung im Herbst bestmöglich vereinen soll.
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