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Das Kulturschwerpunkt-Programm für Juni


Von historischen Schulstuben bis hin zu Künstlicher Intelligenz: Der Kulturschwerpunkt 2026/27 lädt dazu ein, Bildung im Landkreis Sigmaringen neu zu denken und neu zu erleben. Unter dem Motto „Leidenschaftlich neugierig – Wie wir im Landkreis Sigmaringen lern[t]en“ spannt das Programm den Bogen von vergangenen Lernorten und -wegen bis zu aktuellen und zukünftigen Bildungsfragen. Bei rund 80 Veranstaltungen öffnen Museen, Schulen, Vereine und weitere Institutionen ihre Räume und machen die Vielfalt der regionalen Bildungslandschaft sichtbar. So sieht das Programm für den Monat Juni aus:

Bei den Maker Days der Jugendmedienakademie Sigmaringen geht es darum, selbst etwas herzustellen und Neues auszuprobieren – etwa einen 3-D-Drucker oder einen Lasercutter. Am Dienstag, 2., und Mittwoch, 3. Juni, steht die Jugendmedienakademie jeweils von 9 bis 16 Uhr allen Kindern und Jugendlichen ab 10 Jahren offen. Anmeldungen sind möglich ab dem 26. Mai.

Die Museumsscheune Hohentengen öffnet an den Wochenenden 6. und 7. sowie 13. und 14. Juni jeweils von 14 bis 17 Uhr ihre Tore und zeigt eine Ausstellung alter Schulmöbel und Lehrmittel aus verschiedenen Schulen im Landkreis Sigmaringen. Geöffnet ist auch die Dauerausstellung, in der unter anderem historisches Spielzeug und Haushaltsgeräte gezeigt werden.

Einen Kultort mit ökologischem Potential gibt es am Samstag, 6. Juni, ab 11 Uhr in Wald-Ruhestetten zu besichtigen: Die Arbor Kitchen ist als baubotanischer Experimentalbau in Zusammenarbeit zwischen der Technischen Universität München und dem Bildhaueratelier Neue Kunst am Ried entstanden. Den Besucherinnen und Besuchern wird ein Ort der Begegnung unter lebenden Tragwerken vorgestellt. Diskutiert wird das Wissen um die Notwendigkeit und das Potenzial lebender Raumstrukturen, insbesondere für den urbanen Raum der Zukunft.

Das Leben im Fluss kann die ganze Familie am Sonntag, 7. Juni, ab 14 Uhr im Haus der Natur in Beuron entdecken: Unter dem Mikroskop offenbart sich die ganze Vielfalt. Eigenes Sammeln und mikroskopisches Beobachten fördern Umweltbewusstsein und forschendes Lernen. Anmeldungen sind möglich bis Mittwoch, 3. Juni, per E-Mail oder unter der Telefonnummer 07466 92800. Die Teilnahme kostet 5 Euro. Mitgebracht werden sollten ein Handtuch, Wechselsocken und Gummistiefel.

Was man wissen sollte und was zu tun ist, wenn das Kind krank ist, erfahren Eltern am Mittwoch, 10. Juni, ab 19 Uhr bei einer Veranstaltung des Familiengesundheitszentrums im Landratsamt. Kinder- und Jugendarzt Sven Supper und Dr. Bettina Tegtmeyer, Fachärztin für Öffentliches Gesundheitswesen und Neurologie, geben praktische Antworten auf Alltagsfragen und stellen moderne Unterstützungsangebote wie Videosprechstunden, Praxis-Apps und digitale Helfer vor. Anmeldungen sind möglich über unseren Veranstaltungskalender. Der Eintritt ist frei. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist auch online möglich.

Auf die Spuren von 15.000 Jahren Menschheitsgeschichte im Oberen Donautal begibt sich ein Vortrag inklusive Höhlenbegehung am Freitag, 12. Juni, um 17 Uhr auf dem Burgareal Dietfurt in Inzigkofen. Beleuchtet wird der archäologische Fundplatz „Burghöhle Dietfurt“. Anschließend werden der Neutemplerorden und sein deutscher Hauptsitz in Dietfurt vorgestellt sowie die Einflüsse des Ordens auf den entstehenden Nationalsozialismus aufgezeigt. Die Begehung der Burghöhle mit Neutempler-Kultstätte schließt die Veranstaltung ab. Für die Teilnahme erforderlich sind Trittsicherheit und gutes Schuhwerk sowie eine Anmeldung per E-Mail. Der Eintritt ist frei. Spenden für den DRK-Kreisverband Sigmaringen werden gerne angenommen.

Wer sich für Mode und Design interessiert, erfährt am Samstag, 13. Juni, beim Info-Tag der Modefachschule Sigmaringen von 10 bis 15 Uhr alles über deren Ausbildungsgänge und Bildungsangebote. Beim kreativen Mitmachprogramm können Besuchende erleben, wie aus einer Idee ein Kleidungsstück wird. Der Eintritt ist frei. Anmeldungen sind möglich per E-Mail.

Ein Bild zeigt unten einen 3D‑Drucker, der ein weißes, gitterartiges Würfelobjekt druckt. Oben links steht ein kleiner Kettenroboter, oben rechts graviert ein Laser ein Zahnrad‑ und Skyline‑Muster in eine Holzplatte.Das Kreismedienzentrum gibt am 25. Juni interessante Einblicke in den praktischen Einsatz von Lasercuttern und 3-D-Druckern sowie ins Programmieren im schulischen Kontext. (Foto: Kreismedienzentrum)

Klassische Musik für Kinder ist am Sonntag, 14. Juni, um 11 Uhr in der Alten Schule Sigmaringen geboten: Im Stück „Antonio und die Fee mit den grünen Haaren“ wird Antonio auf seiner Reise durch Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ begleitet von der Fee Cosima Seitz, dem Violinisten Alban Beikircher und dem Ensemble L’estro Armonico. Eintrittskarten gibt es bei der Buchhandlung Rabe, Telefon: 07571 52296, oder per E-Mail. Der Eintritt für Erwachsene kostet 10 Euro. Kinder haben freien Eintritt.

Als Dozent im Bereich Sprachen, Lernpädagogik und Lernpsychologie hat Michael Skuppin die Erfahrung gemacht, dass Menschen sich vor allem den größten Blödsinn merken können. Mit einem Augenzwinkern in diese Richtung ist daher der Titel seines Vortrags „Lernen mit Blödsinn“ am Dienstag, 16. Juni, um 19 Uhr in der Aula der Brechenmacher-Grundschule Bad Saulgau zu verstehen. Vor allem geht es darum, wie es sich am besten und am effektivsten lernen lässt – also ums „Lernen lernen“.

Unter dem Titel „Was KI mit uns macht – Ethik, Psychologie, Verantwortung“ steht ein Abend mit Vortrag und Diskussion am Mittwoch, 17. Juni, um 18 Uhr in der Kreuzkirche Sigmaringen, veranstaltet von der Hochschule Albstadt-Sigmaringen, der evangelischen Kirchengemeinde Sigmaringen und der Evangelischen Akademie Bad Boll. Cyberpsychologe Prof. Dr. Stefan Sütterlin spricht über psychologische Aspekte des digitalen Wandels. Peter Steinle, Pfarrer, Journalist und Studienleiter für theologische Ethik an der Evangelischen Akademie Bad Boll, geht auf ethische und philosophische Aspekte ein. Im Anschluss vertieft eine Diskussion die Frage, wie Verantwortung und Menschlichkeit im Umgang mit KI gewahrt werden können.

Um das „Multitalent Wald“ geht es am Donnerstag, 18. Juni, um 18.30 Uhr in der Waldschule Wunderfitz. Der Abend mit Förster Bernd Nold lädt dazu ein, den Wald als lebendigen Bildungs- und Erfahrungsraum kennenzulernen und zeigt, wie sich der Wald als Lernraum in die Bildungsarbeit integrieren lässt. Die Veranstaltung richtet sich an Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und alle, die in der Bildungsarbeit tätig sind. Anmeldungen sind möglich über unseren Veranstaltungskalender.

Am Samstag, 20. Juni, von 13.30 bis 16.30 Uhr in der Realschule am Eichberg in Pfullendorf und am Samstag, 27. Juni, von 9.30 bis 12.30 Uhr in der Grundschule Laiz stellen sich beim „Tag der offenen Tür“ zwei Standorte der Hector-Kinderakademie vor. Es gibt Mitmachaktionen für Kinder sowie Informationen für Eltern und zur Kursleitertätigkeit. Das landesweite Programm der Hector-Kinderakademie bietet besonders begabten und hochbegabten Grundschulkindern zusätzlich zum regulären Unterricht ein speziell für sie entwickeltes, anspruchsvolles und kostenloses Förderprogramm.

Einblicke in den praktischen Einsatz von Lasercuttern und 3-D-Druckern sowie ins Programmieren im schulischen Kontext gibt das Kreismedienzentrum Sigmaringen bei einem Infonachmittag am Donnerstag, 25. Juni, ab 14 Uhr. Die Teilnehmenden lernen erste Schritte in den drei Bereichen kennen und setzen eigene kleine Projekte um. Ziel ist es, moderne Technologien erlebbar zu machen und ihr pädagogisches Potenzial aufzuzeigen. Anmeldungen sind möglich per E-Mail.

In der Städtischen Galerie Fähre in Bad Saulgau ist am Sonntag, 28. Juni, um 13 Uhr eine Performance zwischen Sprache, Bild und Erinnerung zu erleben. Der Radierzyklus „Sophie Scholl – 50 Flugblätter“ von Danielle Zimmermann wird zum Ausgangspunkt des Gedenkens Jugendlicher von Schulen aus Bad Saulgau und der Akademie für Kommunikation Stuttgart an die Verbrechen des Holocaust. Die Veranstaltung beinhaltet Rezitationen und kurze Lesungen, die den Flugblättern der Widerstandsbewegung „Die Weiße Rose“ sowie Briefen und Aufzeichnungen der Geschwister Scholl entnommen sind. Hinzu kommen musikalische Begleitung und ein generationenübergreifendes Künstlerinnengespräch mit Danielle Zimmermann, beteiligten Jugendlichen und dem Publikum.

Wie Erinnerungskultur funktioniert, verdeutlicht ein Erfahrungsbericht der Arbeitsgruppe „SLG Sehen Lernen Gestalten“ zur Studienwoche von Schülerinnen und Schülern der Kreisberufsschule auf der Deutschen Kriegsgräberstätte Ysselsteyn in den Niederlanden. Die Veranstaltung am Dienstag, 30. Juni, um 19 Uhr im Kulturzentrum Altes Kloster Bad Saulgau zeigt, wie außerschulische Lernorte Geschichte lebendig machen und Friedensarbeit erlebbar wird.

Auf der Deutschen Kriegsgräberstätte Ysselsteyn mit vielen gleichförmigen Kreuzen stehen und gehen mehrere junge Menschen zwischen den Gräbern. Im Hintergrund säumen hohe Bäume die Anlage.
Die Arbeitsgruppe „SLG Sehen Lernen Gestalten“ stellt am 30. Juni einen Erfahrungsbericht zur Studienwoche auf der Deutschen Kriegsgräberstätte Ysselsteyn in den Niederlanden vor. (Foto: Wolfgang Jung, Arbeitsgruppe SLG)

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