Elternmentoren bekommen Verstärkung
Eltern prägen den Bildungserfolg ihrer Kinder entscheidend mit. Doch sprachliche Barrieren und kulturelle Unterschiede machen es manchen Familien schwer, ihre Kinder so umfangreich zu unterstützen, wie sie es gerne würden. Im Landkreis Sigmaringen erhalten sie deshalb Unterstützung von Interkulturellen Elternmentorinnen und -mentoren. Diese bauen Barrieren ab, erleichtern den Zugang zum Bildungssystem – und bekommen nun Verstärkung von 13 neu ausgebildeten Ehrenamtlichen.
In den vergangenen Wochen hatten die 13 neuen Mentorinnen an einer Qualifizierung teilgenommen. Vom Vorstand der Elternstiftung Baden-Württemberg und von Vertreterinnen des Landkreises nahmen sie am Samstag (18.04.) im Landratsamt ihre Zertifikate entgegen. „Die jetzt 28 Interkulturellen Elternmentorinnen und Elternmentoren sind ein wertvoller Bestandteil unserer Bildungslandschaft“, sagt Melanie Winz vom Bildungsbüro des Landratsamts. „Mit ihrem Engagement und ihrer sprachlichen Vielfalt fördern sie Teilhabe und Chancengleichheit. Wir freuen uns sehr, weitere Ehrenamtliche für diese wertvolle Tätigkeit gewonnen zu haben. Sowohl für pädagogische Fachkräfte in Kitas und Schulen als auch für Eltern sind die Mentorinnen und Mentoren eine wichtige Unterstützung.“
Als ehrenamtliche Ansprechpersonen für Eltern informieren, beraten und begleiten die Mentorinnen und Mentoren Familien beispielsweise bei Gesprächen mit pädagogischen Fachkräften oder Lehrerinnen und Lehrern. Darüber hinaus initiieren sie eigene Angebote wie Elterncafés, unterstützen die Familien bei allen Fragen rund um das Bildungssystem und beraten beispielsweise bei der Schulwahl. Umgesetzt wird das Projekt in Kooperation mit der Elternstiftung Baden-Württemberg, die seit fast 20 Jahren Interkulturelle Elternmentorinnen und -mentoren ausbildet. Gefördert wird das Programm durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg.
Durch die neu qualifizierten Ehrenamtlichen stehen künftig noch mehr Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zur Verfügung. Interessierte Eltern, Schulen und Kitas können Melanie Winz per E-Mail kontaktieren und sich hier informieren. Derzeit steht Unterstützung in elf verschiedenen Sprachen zu Verfügung, darunter Russisch, Ukrainisch, Türkisch, Ungarisch, Rumänisch und Italienisch.
Zum Abschluss ihrer Schulung erhalten die Interkulturellen Elternmentorinnen und Elternmentoren im Landratsamt ihre Zertifikate. Zukünftig profitieren Eltern, Schulen und Kitas von ihrem ehrenamtlichen Einsatz.
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