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Bei SAXA werden Wörter zu Bildern


Alle Interessierten sind eingeladen zur Vernissage am Dienstag, 28. April, um 19 Uhr im Festsaal des Schlosses. Nach der Begrüßung durch Landrätin Stefanie Bürkle und Kreisgalerieleiterin Vera Hollfelder führt Galerist Thomas Knoll in die Ausstellung ein. Anschließend wird der Kölner Künstler SAXA eigene Texte vortragen. Bei einem Stehempfang besteht Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch.

Im Mittelpunkt der neuen Ausstellung steht SAXAs Wortmalerei: Er schreibt Bilder – Buchstabe für Buchstabe, Wort für Wort. Grundlage sind nicht seine eigenen, sondern die Worte der anderen: Biografien, Gedanken, Zitate der porträtierten Menschen. Es entstehen Porträts, die gleichzeitig literarischer Text und Bild sind. Literatur und bildende Kunst verschmelzen zu Doppelporträts ein und derselben Person – in Wort und Bild.

„Worte sind für mich wichtige Werkzeuge zur künstlerischen Auseinandersetzung mit Menschen und deren Geschichten.“ Dieser Satz beschreibt SAXAs Ansatz sehr gut: Nicht Farbe, sondern das geschriebene Wort ist sein künstlerisches Werkzeug. Lesen und Schreiben, Hören und Sprechen versteht er als Formen des Dialogs. Seine Porträts wollen keine Urteile fällen, sondern Gesprächsanlässe bieten – über Persönlichkeiten, ihre Geschichte(n) und die Bedeutung von Sprache in einer Zeit, in der oft übereinander statt miteinander gesprochen wird.

Künstler SAXA hält ein Kind mit roter Perücke auf dem Arm, das an Pumuckl erinnert. An der Wand hängt ein schwarz-weißes Textbild, das aus dicht gesetzten Worten ein Porträt des Schauspielers Gustl Bayrhammer formt.SAXA vor seinem Porträt von Gustl Bayrhammer (Foto: Monika Nonnenmacher)

Die Ausstellung zeigt ab Freitag, 1. Mai, eine konzentrierte Auswahl von Wortporträts aus mehr als zehn Jahren künstlerischen Schaffens. Aus der Ferne erscheinen sie als kraftvolle Schwarz-Weiß-Bilder, aus der Nähe als dichte Textlandschaften. Die Besucherinnen und Besucher erleben unmittelbar, wie Handschrift zu einer sichtbaren Spur von Gedanken wird und wie aus Text Rhythmus, Kontrast und Ausdruck eines Gesichtes entstehen.

Ein wichtiger Baustein der Zusammenarbeit mit dem Künstler ist dessen Bildungsprojekt „SAXA macht Schule“, das im Landkreis Sigmaringen bis Frühjahr 2027 ergänzend umgesetzt wird. Das Projekt begeistert Kinder, Jugendliche und Erwachsene für Kunst, Handschrift und die kreative Verbindung von Worten und Bildern. Das inklusive Konzept ermöglicht unabhängig von Klassenstufe, Muttersprache oder Schulform persönliche Erfolgserlebnisse ohne Frustration. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer gestaltet mit eigener Handschrift einen Beitrag, der Teil eines großen PatchArtWorks wird – eines gemeinsam geschaffenen Leinwanddrucks, der feierlich präsentiert wird.

Alle Schulen im Landkreis sind eingeladen, im Rahmen des Kulturschwerpunkts „Bildung“ das Projekt an ihre Schule zu holen. Wer sich bis Ende Oktober entscheidet, kann eine finanzielle Unterstützung durch die Kreissparkasse Sigmaringen oder die Sparkasse Pfullendorf-Meßkirch erhalten. Begleitende Ausstellungsbesuche mit Führung sind für Schulklassen kostenfrei. Für interessierte Schulen und pädagogische Fachkräfte bietet die Kreisgalerie am Tag der Eröffnung eine exklusive Preview um 16.30 Uhr, bei der SAXA und das Team von „Saxa macht Schule“ mehr über das Projekt erzählen. Weitere Termine (ohne SAXA) sind am Donnerstag, 21. Mai, um 17.30 Uhr, am Montag, 29. Juni, um 15 Uhr und am Montag, 14. September, um 17.30 Uhr.

Darüber hinaus umfasst das Begleitprogramm zur Ausstellung klassische Führungen an den Sonntagen 10. Mai, 21. Juni und 19. Juli, jeweils um 15 Uhr. Auch praktisch ist einiges geboten: In Workshops am Dienstag, 26. Mai, und am Montag, 7. September, jeweils von 14.30 bis 16 Uhr können Kinder und Jugendliche ab acht Jahren ihre ganz eigene „Wortmalerei“ gestalten und erleben, wie Wörter und Bilder zusammenkommen. Erwachsene können am Sonntag, 28. Juni, ab 15 Uhr mit dem Verhältnis von Wort und Bild experimentieren und tiefer einsteigen. Anmeldungen für sämtliche Workshops sind möglich über unseren Veranstaltungskalender.

Künstler SAXA lehnt an zwei nebeneinander stehenden Staffeleien mit einer großen, zweigeteilten Text-Grafik, die ein Porträt von Albert Einstein bildet. Zwei schwenkbare Lampen sind oben befestigt und beleuchten die schwarz weiße Arbeit vor einer hellen WSAXA vor seinem Porträt von Albert Einstein (Foto: Monika Nonnenmacher)

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