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Internationaler Tag des Waldes am 21. März


Am 21. März ist Internationaler Tag des Waldes – und das mittlerweile schon seit 55 Jahren. Für den Landkreis Sigmaringen ein Anlass, die Wälder dort ganz bewusst in den Mittelpunkt zu rücken. Denn gerade im ländlichen Raum ist der Wald nicht nur Erholungsraum und Heimat zahlreicher Pflanzen und Tiere, sondern auch ein wichtiger Arbeitsplatz. „Für viele, die im Wald tätig sind, ist ihre Arbeit längst mehr als ein Beruf: Sie ist Berufung und Leidenschaft zugleich“, sagt Andreas Schmid, Leiter des Fachbereichs Forst beim Landkreis Sigmaringen.

Dort sorgen 18 Forstrevierleitungen, zahlreiche Forstwirtinnen und Forstwirte sowie Forstunternehmer dafür, dass die Wälder der Städte und Gemeinden sowie der Kleinprivatwald nachhaltig gepflegt und für kommende Generationen erhalten bleiben. „Aber: Jeder Wald ist anders“, sagt Schmid. „Jeder Waldbestand stellt andere Anforderungen, verlangt Fingerspitzengefühl und die Fähigkeit, sich immer wieder auf neue Bedingungen einzustellen.“ Genauso vielfältig sind die Menschen, die – ob draußen im Revier oder im Büro – täglich daran arbeiten, dass der heimische Wald gesund, stabil und artenreich bleibt.

Eine von ihnen ist Susanne Schneider. Seit September 2025 leitet die 26-Jährige ihr erstes eigenes Forstrevier. Auf rund 1.300 Hektar Waldfläche ist sie in Inzigkofen und Krauchenwies für die Pflanzung und Pflege der ihr anvertrauten Wälder zuständig. „Forstrevierleiterin zu werden, war mein großer Wunsch“, sagt sie. „Im Landkreis Sigmaringen ist dieser Wunsch in Erfüllung gegangen.“

Der dienstälteste Forstrevierleiter des Landkreises Sigmaringen ist Günther Letsch, der seit mehreren Jahrzehnten den Gemeinde- und Privatwald in Bingen betreut. Den Waldumbau hin zu stabileren, klimafitten Mischwäldern hat er über viele Jahre begleitet und aktiv mitgestaltet. In diesem Jahr geht er in den Ruhestand und wird sein Revier an eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger übergeben. Sein berufliches Lebenswerk legt er damit in neue Hände.

Günther Letsch, Felix Bartels, Nina Hainzl und Jeremias Böhler stehen nebeneinander in einem herbstlichen Wald, der Boden ist mit Laub bedeckt. Sie tragen Outdoor- bzw. Arbeitsjacken in Grün, Orange und Schwarz und blicken zur Kamera.Die Tätigkeit im Wald ist für Günther Letsch, Felix Bartels, Nina Hainzl, Jeremias Böhler (von links) und ihre Kolleginnen und Kollegen vom Fachbereich Forst mehr als ein Beruf: Sie ist Berufung und Leidenschaft zugleich.

Wer praktisch im Wald arbeiten und anpacken möchte, kann eine Ausbildung zum Forstwirt oder zur Forstwirtin absolvieren. Forstwirtschaftsmeister Felix Bartels von der Stadt Mengen bildet junge Menschen in diesem Beruf aus. „Sie fällen und pflanzen Bäume, pflegen Wege und Hütten und gestalten damit den Wald von morgen“, sagt Bartels. „Unsere Auszubildenden sehen also am Ende des Tages, was sie geschaffen haben – und das motiviert.“

Eine besondere Rolle in der Umweltbildung spielt Nina Hainzl, Waldpädagogin in der Waldschule Wunderfitz in Sigmaringen-Laiz. Sie begleitet Kinder und Jugendliche in den Wald und macht ökologische Zusammenhänge erlebbar. So entsteht schon früh ein Bewusstsein für den Wert des Waldes und für den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur.

Während viele Forstleute täglich im Wald unterwegs sind, sorgt Jeremias Böhler mit seinen Kolleginnen und Kollegen vom Fachbereich Forst im Hintergrund dafür, dass die Abläufe stimmen. Im Fachbereich werden zentrale Aufgaben wie die forstliche Förderung, der Holzverkauf und verschiedene Genehmigungen gebündelt und koordiniert. Damit trägt die Forstverwaltung dazu bei, dass die Wälder im Landkreis zielgerichtet und nachhaltig bewirtschaftet werden.

Forstrevierleiterinnen und Forstrevierleiter sind echte Allrounder. Sie verfügen über Kenntnisse in Ökologie, Technik und Betriebswirtschaft. Der Weg zur Leitung eines Forstreviers führt in Baden-Württemberg über ein Bachelorstudium in Forstwirtschaft oder Forstwissenschaft. Daran schließt sich eine zweijährige Traineezeit an. In dieser Phase lernen angehende Försterinnen und Förster sowohl den Alltag im Revier als auch die Abläufe im forstlichen Innendienst kennen. So kommt zusammen, was später den Beruf ausmacht: fundiertes Fachwissen und praktische Erfahrung. Beides ist die Grundlage dafür, Wälder langfristig, vorausschauend und verantwortungsvoll zu bewirtschaften.

Für die vielen Forstleute des Landratsamts ist jeder Tag ein „Tag des Waldes“. Für diejenigen, die ihnen folgen wollen, bietet der Landkreis Sigmaringen vielfältige Einstiegsmöglichkeiten: von der Traineezeit nach einem forstlichen Studium über die Ausbildung zum Forstwirt bis hin zu Praktika im Revier oder in der Verwaltung. Wer den Wald entdecken und seine Zukunft nachhaltig mitgestalten möchte, findet im Landkreis also die passende Möglichkeit.

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