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Gleichstellungsbeauftragte

Neue Kampagne gegen K.o.-Tropfen


Verdachtsfälle der missbräuchlichen Verabreichung dieser Stoffe wurden in den vergangenen Jahren insbesondere rund um die närrischen Tage angezeigt. Vor diesem Hintergrund startet die Gleichstellungsbeauftrage des Landkreises Sigmaringen, Sandra Knör, gemeinsam mit der Polizei, der AOK – Die Gesundheitskasse Bodensee-Oberschwaben und dem Forum Jugend, Soziales, Prävention die Kampagne „Geh’ nicht K.o. – trotz Feiern und Co!“.

Insbesondere junge Menschen sollen auf diesem Weg über die teils dramatischen Folgen von K.o.-Tropfen aufgeklärt werden. Das Ziel: sicher feiern und aufeinander achten. Um für das Thema nachhaltig zu sensibilisieren, wurden für die Kampagne Flyer mit wichtigen Informationen und möglichen Schutzmaßnahmen erstellt. Zudem wird es spezielle Becher-Kondome geben, die als Schutz über das Glas gezogen werden können.

Das Gefährliche an K.o.-Tropfen ist, dass sie geruchs- und geschmacklos sind und daher beim Trinken oft nicht erkannt werden. „Bereits geringe Mengen können das Opfer über Stunden hinweg willen- und bewusstlos machen“, sagt Bernd Gulde, stellvertretender Geschäftsführer der AOK – Die Gesundheitskasse Bodensee-Oberschwaben. „Wirkungen können sich insbesondere durch Atemnot, Schweißausbrüche und Kreislaufbeeinträchtigungen zeigen. Das Erinnerungsvermögen kann erheblich eingeschränkt sein, was gegebenenfalls Sexual- oder Eigentumsdelikte erleichtert.“

„Die gute Nachricht ist: Jede und jeder kann sich gegen den Missbrauch von K.o.-Tropfen schützen“, sagt Holger Beutel, Leiter des Referats Prävention beim Polizeipräsidium Ravensburg. „Es beginnt damit, das Getränk niemals unbeaufsichtigt zu lassen. Getränke von Fremden sind tabu.“ Da Alkohol die Wirkung verstärken kann, sollte dieser moderat konsumiert werden. „Wichtig ist, gemeinsam zu feiern und dabei aufeinander aufzupassen“, sagt Torsten Schillinger, Sozialdezernent des Landkreises Sigmaringen. Bei ersten Anzeichen von Übelkeit oder Schwindel sollten Freundinnen und Freunde sowie Veranstaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter sofort informiert werden. Im Verdachtsfall gilt es, über die Telefonnummer 110 die Polizei beziehungsweise über 112 den Rettungsdienst zu alarmieren.

„Zu den bekannten Fällen muss eine zusätzliche Dunkelziffer angenommen werden, da viele Betroffene aus Scham die Tat nicht anzeigen oder erst spät merken, dass sie Opfer geworden sind, da die Nachweisdauer von K.o.-Tropfen in Blut und Urin nur wenige Stunden beträgt“, sagt Sandra Knör. „Gerade aus diesem Grund ist es uns und unseren Kooperationspartnerinnen so wichtig, präventiv über die Gefahren aufzuklären.“

Weitere Informationen zum Thema gibt es hier. Vereine können die Flyer und die Becher-Kondome bei der Gleichstellungsbeauftragten Sandra Knör per E-Mail anfragen.

Bernd Gulde, Torsten Schillinger, Holger Beutel, Sandra Knör und Alexander Gohm stehen nebeneinander vor einer Wand im Foyer des Landratsamts und halten jeweils ein Plakat mit dem Slogan „Geh’ nicht K.o. – trotz Feiern und Co!“ in den Händen.
Bernd Gulde, stellvertretender Geschäftsführer der AOK, Torsten Schillinger, Sozialdezernent des Landkreises Sigmaringen, Holger Beutel, Leiter des Referats Prävention beim Polizeipräsidium Ravensburg, Sandra Knör, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Sigmaringen, und Alexander Gohm, Themenfeldmanager Prävention in Lebenswelten bei der AOK, sensibilisieren für die Gefahr, die von K.o.-Tropfen ausgeht.

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