„LandLeben“-Ausstellung verlängert
Viele Besucherinnen und Besucher haben die Schau bereits gesehen und die Rückmeldungen zeigen: Die Themen rund um das Leben auf dem Land treffen einen Nerv. Zahlreiche Gäste bringen eigenes Wissen, persönliche Erfahrungen und fachliche Hintergründe mit und entdecken sich selbst in den unterschiedlichen Aspekten der Ausstellung wieder.
Die Ausstellung widmet sich dem ländlichen Raum in seiner ganzen Vielschichtigkeit. Sie beleuchtet historische Entwicklungen ebenso wie gegenwärtige Fragestellungen und künstlerische Perspektiven. Dabei wird deutlich, dass das Leben auf dem Land weit mehr ist als ein festes Bild zwischen romantischer Verklärung und pauschaler Kritik.
Zu sehen sind unter anderem Fotografien, Kunstwerke, historische Zeugnisse, Alltagsgegenstände und Naturmaterialien. Diese Vielfalt an Exponaten ermöglicht einen abwechslungsreichen Zugang und lädt dazu ein, sich aktiv mit den Themen auseinanderzusetzen – mit Kopf, Herz und Hand.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Natur- und Umweltthemen, die das Leben auf dem Land bis heute maßgeblich beeinflussen. Stellvertretend werden die Bereiche Streuobstanbau, Forstwirtschaft und Schäferei vorgestellt – nicht nur als wirtschaftliche oder ökologische Faktoren, sondern auch als kulturelle und identitätsstiftende Elemente der Region.
Die Ausstellung „LandLeben“ zeigt eindrucksvoll, dass es nicht das eine Landleben gibt, sondern viele unterschiedliche Lebensrealitäten. Gerade diese Vielfalt macht den Reiz der Ausstellung aus – und war ausschlaggebend für die Entscheidung, sie einem breiten Publikum länger zugänglich zu machen.
Im Zuge der Verlängerung wird die Ausstellung weiterhin durch ein Begleitprogramm ergänzt. So legt eine Sonderführung am Sonntag, 1. Februar, um 14 Uhr den Fokus auf die Schäferei. Dabei kommen sogar echte Schafe als Anschauungsmaterial zum Schloss. Die Wanderschäferei ist UNESCO-Weltkulturerbe und wird in der Region noch gelebt. Gleichzeitig ist sie ein gutes Beispiel dafür, wie Landwirtschaft, Ökologie und Zivilisation gut miteinander harmonieren können. Die Besucherinnen und Besucher erwarten sowohl Inhalte aus der Hüteschäferei als auch von der Koppelhaltung und dürfen gerne Fragen stellen.
Am Sonntag, 22. Februar, und am Sonntag, 12. April, bietet sich jeweils um 15 Uhr noch einmal die Gelegenheit, an einer klassischen Führung durch die Ausstellung teilzunehmen. In einer Sonderführung am Sonntag, 15. März, um 14.30 Uhr beleuchtet Markus Elllinger vom Naturschutzzentrum Obere Donau die Artenvielfalt in Kulturlandschaften im historischen Kontext und im Hinblick auf die heutige Zeit. Am Sonntag, 29. März, steht von 14 bis 16.30 Uhr mit der „Frühlingswerkstatt“ des Fachbereichs Forst des Landkreises Sigmaringen für Groß und Klein der Wald im Vordergrund: Mit Försterin und Waldpädagogin Nina Hainzl geht es für die ganze Familie auf Entdeckungstour durch den Hofgarten.
Die Schäferei als landschaftlich prägendes Thema ist Teil der Sonderausstellung „LandLeben – Mensch. Natur. Heimat.“ in der Kreisgalerie Schloss Meßkirch. (Foto: Ute Hartmann)
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