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Fürstensitze, Grabhügel und Viereckschanzen

Vortrag und Führung zur Eisenzeit in Oberschwaben

Die Gesellschaft Oberschwaben für Geschichte und Kultur und die Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern setzen am Dienstag, 4. Juni 2024, mit einer Führung und einem Vortrag von Prof. Dr. Dirk Krausse, Abteilungsdirektor für Landesarchäologie beim Landesamt für Denkmalpflege und führender Kelten- und Heuneburgexperte, im Freilichtmuseum Heuneburg ihre 2023 begonnene Veranstaltungsreihe zur Vor- und Frühgeschichte Oberschwabens fort. Treffpunkt zur Führung im Freilichtmuseum und auf dem nahe gelegenen archäologischen Freigelände ist um 17 Uhr auf dem Parkplatz vor dem Freilichtmuseum. Der Vortrag unter dem Titel „Fürstensitze, Grabhügel und Viereckschanzen: Die Eisenzeit in Oberschwaben“ findet um 19 Uhr im Vortragsraum des Freilichtmuseums statt. Für die Führung wird um Voranmeldung gebeten unter Telefon: 0751/859595 oder Email: gesellschaft-oberschwaben(at)rv.de. Die Teilnahme an Führung und Vortrag ist kostenfrei.

Mit der Heuneburg besitzt Oberschwaben eine der bedeutendsten eisenzeitlichen Fundstätten Europas. Neue Forschungen und Ausgrabungen haben aber gezeigt, dass die Heuneburg nur Teil eines ausgedehnten regionalen Siedlungs- und Befestigungssystems ist, das sich im 8. bis 5. Jh. v. Chr. zwischen Riedlingen/Bussen und Mengen/Ennetach erstreckte. Der Vortrag geht den Fragen nach, warum es in diesem aus heutiger Sicht eher peripheren Raum zur Entstehung eines eisenzeitlichen Machtzentrums von gleichsam kontinentaler Bedeutung kam und warum es um 450 v. Chr. plötzlich ein Ende fand. Waren klimatische Veränderungen verantwortlich? Besteht ein Zusammenhang mit den historisch belegten „Keltischen Wanderungen“? Und wie vollzog sich die weitere Geschichte Oberschwabens in den nachfolgenden Jahrhunderten bis zur römischen Okkupation? Gestützt auf neue Ausgrabungs- und Forschungsergebnisse versucht der Vortrag Antworten zu geben.