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Ausbau der Heuneburg zur Keltenerlebniswelt soll durch den Bund gefördert werden


Als „Riesenerfolg" bezeichnete Michael Hörrmann, Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, die vorgesehene Unterstützung durch Bundesmittel. „Das ist ein Signal, welchen Stellenwert diese archäologische Fundstätte in Baden-Württemberg hat. Und die Unterstützung des Bundes bestätigt uns auf dem Weg, diesen einzigartigen Ort zu einer Kelten-Erlebniswelt mit einem innovativen natur- und ökotouristischen Vermittlungsangebot zu entwickeln. Die Förderung ist zugleich ein weiterer Beleg, wie leistungsstark die
Zusammenarbeit der Partner geworden ist, die sich für die Weiterentwicklung der Heuneburg
engagieren.“
 
Die älteste Stadt nördlich der Alpen zählt zu den bedeutendsten archäologischen Fundstätten in Europa und ist ein zentraler Ort der kulturpolitischen Landeskonzeption
„Baden-Württemberg und seine Kelten“. Die geplante „Keltenerlebniswelt“ soll das Kultur- und Naturerlebnis auf der Heuneburg verbinden und den Besucherinnen und Besuchern neben der archäologischen und historischen Bedeutung auch ökologischen Fragestellungen
vermitteln.
 
Die Mittel, über die der Haushaltsausschuss des Bundestags entschieden hat, stammen aus dem Förderprogramm „Modellvorhaben zur Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel" des Bundesministeriums des Inneren. Sie sind für die Jahre 2021 bis 2024 vorgesehen. Mit insgesamt 1,35 Mio. € soll der Ausbau der Heuneburg zu einer Naturerlebniswelt unterstützt werden. Die geplanten Maßnahmen umfassen unter anderem ein Monitoring, bei dem über Drohnen, Satelliten, Klimastationen und Bodenuntersuchungen auf 60 Hektar der Bestand an Flächen, Vegetation und Arten sowie die Veränderungen im Laufe der Jahre beobachtet wird. Das riesige Areal, derzeit intensiv landwirtschaftlich genutzt, wird ökologisch aufgewertet,
naturnah rekultiviert und zur Förderung der Biodiversität eingesetzt. Dazu kommen der Aufbau eines keltischen Bauernhofes und der Ausbau eines ökotouristischen Bildungs- und Erlebnisangebotes für die Besucherinnen und Besucher des einzigartigen Monuments. Als Partnerin konnte dafür die Pädagogische Hochschule Heidelberg gewonnen werden.
 
Den Antrag beim Bundesministerium des Inneren stellten der Landkreis Sigmaringen und als Projektpartner die Gemeinde Herbertingen und die Staatlichen Schlösser und Gärten.
 
Landrätin Stefanie Bürkle freut sich sehr über die Entscheidung des Haushaltsausschusses, hatte sich doch MdB Martin Gerster, als Mitglied des Haushaltsausschusses, noch vor wenigen Wochen ein Bild vor Ort gemacht und den Antrag im Haushaltsausschuss befürwortet. „Damit wird einmal mehr deutlich, dass die Heuneburg mit ihren wertvollen archäologischen Funden, die zukünftig hier vor Ort gezeigt werden sollen, von nationaler Bedeutung ist,“ so Landrätin Stefanie Bürkle.
 
"Die Heuneburg ist für die Gemeinde Herbertingen ein unvorstellbar wertvoller Schatz, dessen Erlebbarmachung wir seit Jahrzehnten nach Kräften unterstützen. Umso glücklicher bin ich, dass nun sogar Bundesmittel in die neue Erlebniswelt fließen sollen. Dies unterstreicht die
Bedeutung der bedeutendsten frühkeltischen Fundstätte der Welt nochmals.“, so Bürgermeister Magnus Hoppe.
 
Seit April 2020 betreuen die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg die Heuneburg, eine der bedeutendsten archäologischen Fundstätten Europas.  Die früheste Besiedlung der Heuneburg lässt sich auf die mittlere Bronzezeit datieren – etwa vom 15. bis zum 13. Jahrhundert vor Christus. Ihre Blütezeit hatte sie als sogenannter „frühkeltischer Fürstensitz“ im 6. Jahrhundert vor Christus mit schätzungsweise 5.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Zu ihrer Blütezeit war die Heuneburg, einzigartig nördlich der Alpen, eine Stadt vergleichbar mit den antiken Metropolen am Mittelmeer. In den vergangenen fünf Jahren hat das Land rund 400.000 Euro in die Anlage der Heuneburg investiert. Zuletzt wurden im Jahr 2020 die Rekonstruktionen des Herrenhauses und des Wehrgangs saniert.
 
Weitere Informationen unter www.heuneburg-pyrene.de.
 
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