Aktuelle Meldung

Kultur & Archiv

Vom Hitlerjungen zum Heimatlosen

Willi Rößler berichtet aus der Kriegs- und Nachkriegszeit

Die Kriegs- und Nachkriegszeit hat diese Jugendlichen stark geprägt – so auch den Sigmaringer Willi Rößler. Für ihn ist es erstaunlich, dass die Jugend nach dem Naziregime ohne besondere Probleme die demokratische Grundordnung angenommen hat.
 
Am kommenden Freitag, den 18. September erzählt Willi Rößler im Bildungszentrum Gorheim aus seinem Leben in den Kriegs- und den Nachkriegsjahren. Er hat innerhalb von drei Jahren, zwischen seinem 16. und 19. Lebensjahr, folgende „Stationen“ durchlaufen: Er war Schüler und Hitlerjunge, Luftwaffenhelfer, RAD-Mann (RAD = Reichsarbeitsdienst), Panzergrenadier, Verwundeter, Kriegsgefangener, Pferdeknecht, Staatenloser, bevor er als Staatenloser aus seiner Heimat im heutigen Tschechien vertrieben wurde.
 
Als einer der letzten Zeitzeugen jener Epoche leistet Willi Rößler mit seinem Vortrag einen wichtigen Beitrag zur historischen Erinnerung.
 
Der kostenlose Vortrag ist Teil des Kulturschwerpunkts „Erinnern“ des Kreiskulturforums. Er beginnt um 19:00 Uhr.