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Gesundheit

Corona Infektionen steigen an


Aktuell steigen die Meldungen an positiven Covid-SARS-2 Befunden wieder deutlich an. So hatte das Gesundheitsamt Sigmaringen in den letzten drei Tagen 22 positive Meldungen zu verzeichnen. Bei den meisten Fällen besteht mit großer Wahrscheinlichkeit ein direkter oder über Infektionsketten, ein indirekter Zusammenhang mit Reiseaktivitäten.
 

Wo stecken sich die Menschen an?

Bei den aktuellen Fällen im Landkreis Sigmaringen handelt es sich überwiegend um Reiserückkehrer. „Die meisten haben sich in Mazedonien, Albanien, Bosnien oder Kroatien angesteckt. Bei mehreren Fällen kam es zu Ansteckungen innerhalb von Großfamilien. Aber auch einige wenige Fälle mit unklarer Infektionsquelle wurden gemeldet“, berichtet Dr. Ulrike Hart, stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamts.
 
Problematisch am Corona-Virus ist die frühe Infektiosität („Ansteckungsgefahr“) noch vor dem Auftreten von Symptomen. Man spürt nicht, dass man krank ist und steckt dennoch viele Menschen in seiner Umgebung an. So kommt es, dass sich das Virus rasch ausbreiten kann, wenn die Abstands-/ und Hygieneregeln nicht eingehalten werden und Masken nicht korrekt getragen werden. Hart: „Wer im Urlaub für ein paar Tage die AHA-Regeln über Bord wirft, riskiert, sich und seine Familie und Bekannten anzustecken. Einige Mitbürger mussten diese bitteren Erfahrungen nun machen.“
 

Was müssen Reiserückkehrer beachten?

„Reiserückkehrer aus Risikogebieten müssen -nicht sollten!-  sich sofort in häusliche Absonderung begeben und sich bei den zuständigen Behörden melden. Dies ist keine Bitte, sondern durch die CoronaVO vorgeschrieben“, unterstreicht die Ärztin Hart.
 
Im Landkreis Sigmaringen genügt dazu eine E-Mail an das Gesundheitsamt an VerwaltungGA@lrasig.de. Das Gesundheitsamt stellt den Reiserückkehrern eine Bestätigung über die Kontaktaufnahme aus und überwacht die Quarantänepflicht. Diese endet, sobald ein negatives Testergebnis vorgelegt wird. Der Test muss innerhalb von 72 Std nach der Rückkehr durchgeführt werden. Er kann auch im Reiseland durchgeführt werden, darf dann aber nicht älter als 48 Std. sein. Wird kein Test durchgeführt endet die Absonderung erst nach vierzehn Tagen.
 
Aber auch bei einem negativem Testergebnis oder bei Rückkehr aus einem Nicht-Risikogebiet rät das Gesundheitsamt jedem Reiserückkehrer dringend auf die allgemeinen Abstandsregeln zu achten, wo immer möglich, eine Maske zu tragen, die allgemeinen Hygieneregeln einzuhalten und Menschenansammlungen zu meiden.
 
Alle Personen, die nach Deutschland einreisen, haben Anspruch auf einen kostenlosen Test. Voraussetzung ist lediglich, dass der Test innerhalb von 72 Stunden nach der Einreise erfolgt. Testungen können von Hausärzten oder von den Ärzten der Corona-Schwerpunktpraxen durchgeführt werden. Die Adressen und Sprechzeiten der Schwerpunktpraxen sind unter folgender Adresse abrufbar: https://www.arztsuche-bw.de Stichwort "Coronaschwerpunktpraxen".

Ergänzende Teststationen finden sich am Stuttgarter Flughafen (täglich von 6 bis 23 Uhr), am Stuttgarter Hauptbahnhof (täglich von 9 bis 1 Uhr) und am Autobahnrastplatz Neuenburg-Ost (täglich von 6 Uhr bis 22 Uhr).
 
Die aktuelle Liste der Risikogebiete ist auf der Webseite des beim Robert-Koch-Institutes zu finden.