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Liegeschaften & Technik

Landkreis investiert 15,6 Millionen


Um ganze 74 Prozent soll der CO²-Ausstoß dann gegenüber dem jetzigen Zustand sinken. Der offizielle Spatenstich musste wegen der Kontaktbeschränkungen nun entfallen. Der Landkreis informiert daher über eine Pressemitteilung.
 
Die geschlossenen Wandflächen im Erdgeschoß werden mit Keramikplatten, die Wandflächen in den Obergeschossen mit Schiefertafeln verkleidet. Die verglasten Bereiche werden als Aluminium-Pfosten-Riegel-Konstruktion mit Festverglasung und Aluminiumfenstern ausgeführt.  Klassenzimmer, Sanitärräume und innenliegende Räume werden mit einer Zu- und Abluftanlage ausgestattet. Der Aufzug wird bis ins 2. Obergeschoss verlängert. Das Gebäude wird somit barrierefrei. Die Mensa wird in der bisherigen Form als Frischküche modernisiert. Sie bietet nach dem Umbau ca. 110 Sitzplätze.
 
Überzeugende Klimabilanz
Auf dem Dach der Willi-Burth-Schule wird eine Photovoltaikanlage von 1071m² installiert realisiert. Sie erzeugt rund 185.000 kWh Strom im Jahr. PV-Anlage und Sanierung sparen rund 121 Tonnen CO² jährlich ein. Mit der Zusatzdämmung aus Steinwolle und der Erneuerung der Dachdämmung wird bei der energetischen Sanierung ein KfW 70-Standard erreicht.
 
„Das Schulzentrum wird zum Energiespargebäude. Wir bieten den Schülerinnen und Schülern ein attraktives Lernumfeld und tun etwas Gutes für unsere Umwelt. Wir investieren also im doppelten Sinne gut in die Zukunft unseres Landkreises“, sagt Landrätin Stefanie Bürkle.
 
Vorhaben wird rund 400.000 Euro günstiger als geplant
Rund 16 Millionen Euro waren eingeplant, Stand heute liegt der Kreis mit den Kosten rund 400.000,- € darunter.
 
Bereits 2009 und 2010 wurden rund 3 Millionen Euro investiert. Nachdem es für die Sanierung von Schulgebäuden zu diesem Zeitpunkt keine Förderung mehr gab, hat die Verwaltung die weitere Sanierung des Berufsschulzentrums verschoben.  Als im Jahr 2018 wieder Fördermittel verfügbar waren, stellt der Kreis als einer der ersten im Land einen Antrag. Von den förderfähigen Baukosten von 14 Millionen Euro wird die Hälfte gefördert – eine außergewöhnlich hohe Summe.
 
„Ich bin dem Kreistag sehr dankbar, dass er entschlossen gehandelt hat, einen schnellen Baubeschluss gefasst hat und wir so die Möglichkeit der hohen Fördermittel nutzen konnten“, so Bürkle: „Fast 16 Millionen Euro für Bildung und Klimaschutz. Das zeigt, wo wir im Kreis unsere Prioritäten setzen.“
 
Corona-Krise zeigt kaum Auswirkungen
Die Auswirkungen der Corona-Pandemie halten sich bisher in Grenzen. „Für einen vom Fassadenbauer für die Baustellen in Italien bestellten aber nicht lieferbaren Turmdrehkran musste und konnte eine Alternative gefunden werden. Teilweise haben die beteiligten Firmen Ihren Personaleinsatz leicht reduziert“, erläutert Helmut Göppel-Wentz, der Leiter des Fachbereichs Liegenschaften und Technik im Landratsamt. Verzögerungen im Zeitplan werden aber aktuell nicht erwartet. Hieran kann sich in den nächsten Wochen aber natürlich noch einiges ändern.
  
Wenige Einschränkungen für Schüler
Bis auf den Bereich der Werkstatt Raumausstatter sind alle Bereiche der Willi-Burth-Schule von den Arbeiten tangiert. Da die Bauarbeiten aufgrund des Volumens nicht ausschließlich in die Ferien gelegt werden können wird es zwar keine Einschränkungen aber doch Beeinträchtigungen in der Bauphase geben.
 
Zumindest bei der Erneuerung der Fassade mit Rückbau der bestehenden Konstruktion ist eine Nutzung der jeweils betroffenen Schulräume nicht möglich. Die Erneuerung erfolgt in Abschnitten und arbeitet sich in Abschnitten/ Segmenten getaktet um das Gebäude herum. Die betroffenen Bereiche werden jeweils in Interims-Klassenzimmer ausgelagert, die auf dem Sportgelände des Berufsschulzentrum Bad Saulgau erstellt werden. Sobald die Fassade wieder geschlossen und die notwendigen Installations- und Anschlussarbeiten erledigt sind, können die Restarbeiten, insbesondere die Dämm- und Verkleidungsarbeiten an der Fassade von außen erfolgen, die Räume stehen dann wieder für den Unterricht zur Verfügung. Schulleiter, Planer und Landratsamt haben in enger Abstimmung ein Konzept erarbeitet, das möglichst wenig Beeinträchtigungen mit sich bringt und auch die Prüfungsphasen berücksichtigt.
 
Die Tatsache, dass nun aktuell keine Schüler vor Ort sind, erleichtern uns die Arbeiten, weil keine Rücksicht beispielsweise auf Prüfungsklassen genommen werden muss. „Da der Bauablaufplan aber mit der Schule detailliert abgestimmt war und egal ob mit oder ohne Schülern immer nur in Abschnitten gearbeitet werden kann, ist eine wesentliche Beschleunigung des Bauvorhabens und eine damit verbundene Verkürzung der Bauzeit nicht möglich“, so Göppel-Wentz.