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Kultur & Archiv

Humor mit Hintersinn – 029


In besonderer Weise für dieses Unterfangen geeignet sind die Humoresken des Dichters Christian Morgenstern (1871-1914), dessen ebenso scharf- wie hintersinniger Sprachwitz auf den ersten Blick als bloße verbale Spielerei erscheint, bei näherer Betrachtung indessen vielfach einen überraschenden Tiefensinn verbirgt. Dass ich Ihnen bei der lyrischen Verkostung das Auswendiglernen und gegenseitige Rezitieren eines Gedichtes empfehle, wissen Sie inzwischen schon. Auf Vorschlag des Überlinger Lyrikkenners Johannes Hermann kredenze ich Ihnen heute das Gedicht „Der Schaukelstuhl auf der verlassenen Terrasse“ aus den bekannten „Galgenliedern“ von Morgenstern. Bei vielen Kindern stößt die Rezitation dieses Gedichtes übrigens auf besondere Begeisterung.

DER SCHAUKELSTUHL AUF DER
VERLASSENEN TERRASSE

von Christian Morgenstern
 
Ich bin ein einsamer Schaukelstuhl
und wackel im Winde,
im Winde.
 
Auf der Terrasse da ist es kuhl,
und ich wackel im Winde,
im Winde.
 
Und ich wackel und nackel den ganzen Tag.
Und es nackelt und rackelt die Linde.
Wer weiß, was sonst wohl noch wackeln mag
im Winde,
im Winde,
im Winde.
 
(aus: Christian Morgenstern: Alle Galgenlieder. Zürich: Diogenes 1981, S. 37)
 
 
Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Edwin Ernst Weber
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