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Kultur & Archiv

Drei Gedichte aus dem Landkreis Sigmaringen – 007


Frühling wird’s do hanna

von Michael Skuppin

Wieder amol en’d Wiesa naus ond d’Vögel zwitschgra höra
Ond nomol en’d Wälder naus – der Specht loht sich it störa
Der Frühling zieht samt Störch ens Land ond d’Sonn scheint manchmol hoiß
Verliebte Pärla, Hand en Hand – versprechat sich – wer woiß
 
Wenn alles grea wird, alles bliaht, Du gucksch beim Wachsa zua
Ond spürsch dia Kraft au en Deim Gmiat ond witt au ebbes dua
Jo, Frühling wird’s em ganza Land, do hanna isch es grad so schee
Drom frai i mi – s’leit auf der Hand - dass i do hanna be
 
Doch huier hoißt’s: en’d Stuba nei – ond lass halt s’Fenster offa
Dussa soll ma etz it sei – ond denna kasch bloß hoffa
Dass des, was do ziaht etz durch’s Land, verschont eis, andre au
Ond dass – mir hont’s it in der Hand – s’könnt bald vorüber gau.
 
Wenn alles still wird, alles bangt – Du gucksch vo denna zua
Ond wenn de’s au danoch verlangt, Du kasch doch it viel doa
Der Frühling konnt au ohne eis – er konnt für sich alloi
Doch schleicht durch’s Haus dia Angscht ganz leis – verjag se ond sag NOI!
 
Wieder amol en’d Wiesa naus, i sieh scho d’Vögel wata
Wieder amol en’d Wälder naus... Geduld! Heit roicht der Gata
Der Frühling zieht durch’s Fenster rei – mach d’Auga zua ond schnauf
Dann riechsch’en – er will bei Dir sei – er sait: Gib etz it auf!
 
S’wird alles grea ond alles bliaht – für alle – au für Di
Dia Kraft ziaht wellaweag en’s Gmiat – drom lass se Dir nei ziah
Ond goht der Frühling aus em Land – er konnt doch all Johr zrück
Dass mir eis alle au no hand, isch do hanna eiser Glück!

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Alles hat seinen Sinn

von Franz Wohlfahrt

Im Licht betrachtet, im großen Schein
hat alles seinen Sinn und muss halt so sein.
 
Die Brennnessel ist dem Garten willkommen,
dem Heilkraut ist er wohl gesonnen.
 
Der Rasen lässt die Distel stehen,
er will sie blühen sehen.
 
Erde lässt den Maulwurf graben,
lockerer Boden kann nicht schaden.
 
Salate, die gut schmecken,
wachsen auch für Schnecken.
 
Donner, Blitz und Dauerregen
sind für Wiesen großer Segen.
 
Der Obstwurm ist kein Bösewicht.
Er hat ein friedliches Gesicht.
 
Sitzt auf der Rose eine Laus,
dann weiß die Rose, es ist aus.
 
Die Raupe hat auf dem Kirschenblatt
nichts gegen Kirschen, sie frisst sich nur satt.
 
Der Vulkan, der spuckt und brodelt und droht,
hat die Stadt nicht hergeholt.
 
Die Natur führt den Menschen im Einklang, nur
er will verändern die uralte Spur.
 
Den großen Plan kann kein Mensch sehen.
Mensch ist zu klein, um zu verstehen.
 
Im Licht betrachtet, im großen Schein,
hat alles seinen Sinn und muss halt so sein.

(Aus: Franz Wohlfahrt, In den Jahreszeiten – Verdichtetes über das Leben)


Frühling

von Irene Hedwig Weber
 
Die Lüfte sind blütenduftschwanger,
ein zartgrüner Flor ziert schon den Anger.
 
Der Amsel Lied die Dämmerung beseelt,
der Odem Gottes liegt über der Welt.
 
 

Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Edwin Ernst Weber
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