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Gesundheit

Hotline des Gesundheitsamtes besser und länger erreichbar

Kreismedienzentrum wird zum Callcenter

Gesundheitsamt Hotline
Ramona Widmann vom Landratsamt an der Corona Hotline

„Nachdem am vergangenen Montag 1.500 Telefonate über die Hotline des Gesundheitsamtes eingingen, pendeln sich die Anrufe bei durchschnittlich 600 Anrufen pro Tag ein“, berichtet die Leiterin des Fachbereichs Gesundheit Dr. Susanne Haag-Milz. „Um allen Anrufern gerecht zu werden, haben wir die Woche genutzt, um weitere Kollegen aus dem Landratsamt für die Hotline zu schulen, die nun im neu eingerichteten Callcenter im Kreismedienzentrum eingesetzt werden können“. 
 
Sie zeigt sich dankbar über den Einsatz ihrer neuen Kollegen: „Es freut mich, dass wir durch die Maßnahme nun auch die Zeiten der Hotline erweitern können. Von nun an sind wir für unsere Bürger und Institutionen unter 07571 102-6466 täglich von 9:00 bis 12:00 Uhr und von 13:00 bis 17:00 Uhr zu erreichen. Es ist großartig, dass das Gesundheitsamt nun Unterstützung aus dem ganzen Haus erfährt.“
 
Dem Team im Callcenter werden Fragen aus allen Lebensbereichen gestellt. Ramona Widmann berichtet „Wir geben unser bestmögliches und versuchen, gezielt zu informieren. Viele Bürger und Institutionen zeigen sich besorgt und suchen nach Rat, wie sie sich in ihrer Situation verhalten sollen. Die Lage ist für viele Menschen beunruhigend, daher nehmen wir auch jedes Anliegen ernst“
 
Widmann sitzt seit 7 Tagen an der Hotline : „Auffällig ist, dass an Covid-19 erkrankte Personen nun vermehrt ins persönliche Umfeld der Anrufer rücken und so häuft sich beispielsweise die Frage, wie man sich verhalten soll, wenn ein Freund einer Freundin nun den Virus hat oder was zu tun ist, wenn man Kontakt zu einem an Covid-19 Erkrankten hatte. Wir klären dann entsprechend auf und erläutern, dass man aktuell davon ausgeht, dass eine Ansteckungsgefahr bereits 2 Tage vor Beginn der ersten Krankheitssymptome bestehen kann. Personen, die engen Kontakt zu Erkrankten hatten, werden direkt vom Gesundheitsamt informiert. Für Personen, die lediglich Kontakt zu nicht erkrankten Kontaktpersonen hatten, bestehen lediglich die allgemeinen Ausgangsbeschränkungen.“. 
 
Ulrike Thalec berichtet von weiteren häufig gestellten Fragen. „Oft bekomme ich die Frage gestellt - Ich hatte Kontakt und möchte wissen, wo ich einen Abstrich bekommen kann? – Diesen Personen antworte ich dann, dass ein Abstrich nur bei vorhandenen Symptomen erfolgt und als erstes der Hausarzt telefonisch zu kontaktieren ist. Dieser entscheidet dann über die Notwendigkeit eines Abstriches, führt diesen gleich durch oder vermittelt an ein Testzentrum.“
 
Zudem möchten die Leute oft wissen, wer ihnen den Verdienstausfall zahlt, da sie wegen der Isolation nicht arbeiten können. „Diesen Personen kann ich dann Auskunft geben, dass bei Quarantäneanordnungen für Erkrankte und Kontaktpersonen, ein Anrecht auf Lohnersatzleistung über das Infektionsschutzgesetz besteht. Dies gilt jedoch nur bei Quarantänemaßnahmen, nicht bei Empfehlungen“, so Ulrike Thalec.
 
Susanne Haag-Milz zeigt sich mit der Arbeit des Callcenter-Teams zufrieden. „Alle packen mit an, nehmen die Anrufe konzentriert auf und lassen sich auf jeden einzelnen ein. Nach dutzenden Anrufen schwirrt den Mitarbeitern verständlicherweise dann auch mal der Kopf. Deswegen sind wir trotz der Aufstockung des Personals dankbar, wenn sich Fragende zunächst auf der Homepage unterwww.landkreis-sigmaringen.de/coronavirus informieren. Auf viele Fragen kann dort schon eine Antwort gefunden werden und uns bleiben mehr Ressourcen für die Beratung von Menschen im Umfeld von bestätigten Erkrankungsfällen.“ 
 
Haag-Milz fügt hinzu: “Sollten die Informationen auf der Homepage nicht ausreichen und alle Leitungen der Hotline belegt sein, helfen auch die zentralen Hotlines 0711 904-39555 oder 030  346 465 100 gerne weiter. Informationen für Unternehmen, Einzelhändler und Selbstständige stehen auf der Internetseite der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Landkreis Sigmaringen (WIS) bereit.“