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Das gewerbliche Berufsschulwesen im Landkreis Sigmaringen im Wandel

Vortrag in der Bertha-Benz-Schule Sigmaringen

Die Bedeutung einer schulischen Ausbildung im Handwerk wurde erst im 19. Jahrhundert erkannt. 1854 wurde in Sigmaringen auf Drängen der preußischen Regierung eine Gewerbliche Fortbildungsschule errichtet. Willi Rößler wird auf die geschichtliche Entwicklung der Schule bis 1960 eingehen. Zwei bedeutende Persönlichkeiten gestalteten die Gewerbeschule: Anton Bumiller, Schulleiter  von 1895 bis 1931, führte die berufskundlichen Fächer ein, als Geschäftsführer der Handwerkskammer drängte er darauf, dass Schule und Handwerkskammer ein eigenes  Gebäude erhielten. 1911 konnte man in den imposanten Neubau in der Josefinenstraße einziehen. Johann Jerg führte die Gewerbeschule von 1932 bis 1961, konzentrierte das berufliche Schulwesen im Landkreis Sigmaringen und  war stark am Bau der neuen Gewerbeschule in der Talwiese beteiligt.
Werner Eberle wird die rasante Entwicklung der Berufsschule in den letzten 60 Jahren aufzeigen. Neben der Teilzeitschule entstanden die Vollzeitschulen, Berufsfachschulen und Berufliche Gymnasien.  Inhalte mussten der Entwicklung angepasst werden von den Hebelgesetzen zur Automatisierung bis zur Digitalisierung. Berufe veränderten sich, der Wagner wurde Fahrzeugmechatroniker, der Schuhmacher Orthopädietechniker. Alte Berufe starben aus, neue entstanden. Die Schülerzahl wuchs, die Anforderungen an die Schule wurden größer, neue Gebäude, Werkstätten und deren Ausrüstungen wurden notwendig – mit beständigen Investitionen des Landkreises Sigmaringen als Schulträger. Wichtig war für  die Berufsschule immer die gute Zusammenarbeit mit den Betrieben und mit der für die Ausbildung zuständigen Handwerkskammer. So unterlag – und unterliegt – die Berufsschule einem ständigen Wandel.

Der Eintritt zum Vortrag ist kostenfrei.