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Galeriegespräch zum Spannungsverhältnis zwischen alltäglicher und saisonaler Narretei


Galeriegespräch Messkirch
Lothar Rohrer: Alter König, Tempera-Ölfarbe auf Pressspanplatte, 1976 (Leihgabe Albrecht Rohrer im Kunstmuseum Singen)

Die praktizierenden Fasnachter werden sich dabei miteinander und im Gespräch mit dem Publikum Gedanken machen, welchen Stellenwert der brauchtumsbestimmten Fasnet in einer Zeit zukommt, die global unübersehbar von alltäglicher Narrheit und Unvernunft der verführbaren und eigensüchtigen Menschen bestimmt ist.
 
Hintergrund des Galeriegesprächs ist die noch bis 15. Februar 2020 jeweils von Freitag bis Sonntag sowie feiertags von 13 bis 17 Uhr zu sehende Ausstellung zum Leben und Werk von Lothar Rohrer. Thema der zwischen Expression und Surrealismus changierenden Kunstwerke Rohrers sind die Sehnsucht des Menschen nach Glück und sein Scheitern an der eigenen Verführbarkeit, an seiner Verblendung und Unzulänglichkeit, mithin an seiner Narrheit. Monika Spiller-Hellerau bietet mit ihrer Kontrastierung von Mensch und Tier ein Kaleidoskop menschlicher Selbstgefälligkeit und letztlich ebenfalls der Narrheit. Im Begleitprogramm der Ausstellung findet am Sonntag, 19. Januar 2020, 15 Uhr, eine Sonderführung mit Monika Spiller-Hellerau statt. Und am Sonntag, 26. Januar 2020, 15 Uhr, wird die museumspädagogische Ausstellung „Gestrandet“ eröffnet, die ein von Kindern der Grundschule Herdwangen unter der Leitung der Künstlerin Carola Riester gestaltetes Narrenschiff zeigt.