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Der Eisenbahnbau im ausgehenden 19. Jahrhundert

Vortrag im Rahmen des Kulturschwerpunkts 2019

Bahnhof Gutenstein
Der neu erbaute Bahnhof Gutenstein um 1890 (Vorlage: Kreisarchiv Sigmaringen)

Der Bau und Betrieb der Eisenbahn veränderte die Welt. Im Gefolge des neuen Personen- und Güterverkehrs entstanden im ausgehenden 19. Jahrhundert auch in unserer Region viele neue Produktionsstätten und kamen viele Menschen in Arbeit und Brot. Als Beitrag zum kreisweiten Kulturschwerpunkt „Handwerk und Industrie“ wird Willi Rößler am kommenden Mittwoch, 25. September 2019, 19 Uhr, im Begegnungszentrum Reiserstraße 18 in Mengen in einem Bildervortrag über die gewerblichen Impulse der Eisenbahn im Landkreis Sigmaringen referieren. An vielen Beispielen lässt sich aufzeigen, wie sich aus Handwerksbetrieben Industriebetriebe entwickelten. Der Bahnanschluss spielte hierbei eine große Rolle. So profitierten etwa die Schirmfabrik Schlösser und die Holzverarbeitung Katz & Co. aus Mengen vom Bahnanschluss. Josef Bautz verlegte seinen Betrieb von Lochhammer bei Eglofs vor allem wegen der Bahn nach Saulgau, und die Firma Eisele in Laiz sorgte für einen eigenen Bahnanschluss. Das Hüttenwerk Laucherthal konnte dank der Eisenbahn seine gesamte Produktion verändern. Auch die Landwirtschaft profitierte vom neuen Verkehrs- und Transportmittel, Zucht- und Schlachtvieh konnte nun zu den Märkten und Ausstellungen in Viehwagons transportiert werden. Massengüter wie Getreide, Holz und Salz wurden über weite Strecken befördert. Die Wege wurden kürzer, der Aktionsradius von Menschen und Waren weiter. Der Eintritt zu dem vom Kreiskulturforum und der Volkshochschule Mengen veranstalteten Vortrag ist frei.