Aktuelle Meldung

Tipps für Kinder und Eltern zu neuen Medien

Landkreis informiert 1800 Schüler im Jahr - auch Eltern haben immer mehr Fragen

Michael Weis im Workshop "Verklickt!"

Michael Weis von der Kinder- und Jugendagentur ju-max ist seit 8 Jahren in diesem Bereich aktiv. Neue Geräte, immer mehr Dienste oder Neuerungen beim Datenschutz oder Urheberrecht – all das macht auch vor Kindern und Jugendlichen nicht Halt. „Zu Beginn stand Facebook noch im Vordergrund, heute gibt es viel mehr Dienste, die die jungen Menschen nutzen“ blickt Weis zurück. Inzwischen setzt er mit seinen Workshops auch früher an. „Mittlerweile steige ich mit den Viertklässlern ein, vor ein paar Jahren war das noch ein Thema für Schüler ab Klasse sieben.“ Deshalb bietet ju-max die Workshops im Bereich Jugendmedienschutz für weiterführende Schulen und auch für Grundschulen an.

Zusammen mit der Präventionsstelle der Polizei bietet Michael Weis schon seit langem den Workshop „Verklickt“ an, in dem es um das Thema Internetsicherheit geht. „Es geht immer praktisch zur Sache“, erzählt Weis. Bei einem Workshop zu WhatsApp gibt es z.B. einen echten Chat, bei dem eine Chatgruppe gegründet wird. „Dadurch werden die Schülerinnen und Schüler in ihrer Lebenswirklichkeit abgeholt und die Themen kommen „live“ vor Ort zur Sprache: Beleidigungen, Fotos, Kettenbriefe, Spam und nervige Nachrichten. Die Themen können direkt aufgegriffen und mit der Klasse bearbeitet werden.“

Im Workshop zu Smartphones wird mit den eigenen Geräten der Schülerinnen und Schüler gearbeitet. Eine kleine Geräteschulung ist Teil des Programms: Was sind Apps „aus unbekannter Herkunft“? Was bedeuten die App-Berechtigungen? Wie kann ich für Ruhe vor Mitteilungen sorgen? Mit diesen Themen befassen sich jährlich ca. 1800 Kinder und Jugendliche in den Workshops.

Aktuell hat Michael Weis eine Art „Escape Room“ für das Klassenzimmer neu entwickelt. Anhand vieler kleiner Rätsel, die die Klasse rund um YouTube lösen muss, generiert sich ein Lösungscode, der YouTube wieder freischaltet. Das macht den Schülerinnen und Schülern sehr viel Spaß und sie lernen dabei eine Menge über YouTube.
 
Die Kinder und Jugendlichen nutzen andere Apps und Dienste als ihre Eltern. „Daher bieten wir auch für die Eltern Workshops an“, sagt Michael Weis. Die Nachfrage steigt stetig an. In den Workshops lernen die Eltern, wie sie Ihren Kindern den richtigen und kritischen Umgang mit neuen Medien und dem Smartphone beibringen.

Für Eltern gibt es verschiedene Infoquellen (Medienzeiten, Spiele, kreative Ideen, Sicherheitseinstellungen...) im Web