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Pfarrer Edwin Müller erhält Bundesverdienstkreuz


Dekan Christoph Neubrand, Landrätin Stefanie Bürkle, Pfarrer Edwin Müller, Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL, Klaus Burger MdL
Bild: Dekan Christoph Neubrand, Landrätin Stefanie Bürkle, Pfarrer Edwin Müller, Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL, Klaus Burger MdL

Edwin Müller, stellvertretender Dekan des Dekanates Sigmaringen.-Meßkirch und Leiter der Krankenhausseelsorge am SRH Klinikum in Sigmaringen ist von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL, Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin überreichte die Auszeichnung bei einer Feierstunde im Kloster Gorheim.
 
Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hob das landesweite Engagement von Pfarrer Müller hervor: „Die verbesserten Standards und einheitlicheren Strukturen der Notfallseelsorge, die wir heute zum Glück in ganz Baden-Württemberg haben, sind auch und ganz besonders Ihr Verdienst. Durch Ihre Tätigkeit in der Krankenhausseelsorge und nach einem tragischen Unfall wurden Sie mit der Notfallseelsorge konfrontiert und stellten den großen Bedarf fest.“ Seitdem habe Pfarrer Müller sich unermüdlich für die Notfallseelsorge eingesetzt, so die Ministerin.
 
„Als noch kaum jemand an Notfallseelsorge dachte oder wusste wie das gehen könnte und was es dafür braucht, hat Pfarrer Edwin Müller sich mit Gleichgesinnten auf den Weg gemacht.“, beschrieb Dekan Christoph Neubrand die Pionierrolle Müllers.  Er hat dabei manches Unverständnis der Kollegen im priesterlichen Dienst und der Diözesanverantwortlichen in den Anfangsjahren ertragen müssen, berichtete Neubrand. „Die heutige Ehrung macht bewusst, dass durch das hohe Engagement -auch und besonders von Edwin Müller- die Notfallseelsorge im Herzen der Kirchen angekommen ist – dies hat vor Jahren auch schon die diözesane Ehrung als „Geistlicher Rat“ deutlich machen wollen.“ Dies drückte der Dekan auch mit dem Gleichnis vom barmherzigen Samariter aus: „Die heute verletzt / in Not an der Straße zwischen Jericho und Jerusalem liegen und den Einsatz brauchen, sind jene, zu denen die Notfallseelsorge kommt.“

Landrätin Stefanie Bürkle hatte die Auszeichnung angeregt: „Es kommt selten vor, dass ich jemanden für das Bundesverdienstkreuz vorschlage. Bei Ihnen war es mir aber ein Herzensanliegen.“ Bürkle stellte besonders Müllers Engagement bei der seelsorgerischen Betreuung von Einsatzkräften heraus: „Wo starke Männer und Frauen in Uniform an ihre Grenzen kommen, sind Sie die helfende Hand. Sie und Ihre Kameraden der Notfallseelsorge helfen den Rettern, das Erlebte zu verarbeiten. Das ist ein unglaublich wertvoller Dienst am Menschen und unserer Gesellschaft.“ Dass Pfarrer Edwin Müller sich nicht nur dort engagiert, wo Blaulicht zur Hilfe gerufen wird, sondern auch dort, wo es still und einsam ist, zeigte die Landrätin auf, als sie sein Wirken in der Klinikseelsorge beschrieb. Vor 20 Jahren hatte Müller die Seelsorge aufgebaut, noch heute bildet er Ehrenamtliche und Mitarbeiter aus, übernimmt selbst Nacht- und Wochenendschichten.