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Sterne für Schulen

Auszeichnungen für Präventionsarbeit im Landkreis Sigmaringen

Sterne für Schulen
„Jede Schule hat sich durch ganz eigene Projekte ausgezeichnet. Der heutige Mittag zeigt, dass es sich lohnt, über die vielen Aspekte der Prävention aufzuklären. Die jungen Menschen, die Eltern und wir alle in der Gesellschaft profitieren davon“ sagte die Landrätin vor 120 Gästen. Neben Schülern, Lehrern und Präventionsexperten waren auch Bürgermeister und Vertreter von Jugendverbänden gekommen. „Mit der Verleihung der Sterne für Präventionsarbeit möchten wir uns bei allen Schulen bedanken, die sich hier besonders engagieren.“
 
Janine Stark, die Suchtbeauftragte des Landkreises skizzierte die neusten Entwicklungen bei der Prävention: Mit  dem  im  Juli  2015  in  Kraft  getretenen  Präventionsgesetz wurde erstmals eine  gesetzliche  Grundlage  für  Gesundheitsziele  in  Deutschland geschaffen. „Wir haben im Landkreis bereits lange davor Geld und Personal eingesetzt. Heute zeigt sich der Erfolg!“, so Stark. „Der Arbeitskreis Suchtprävention arbeitet bereits seit über 30 Jahren in Sigmaringen und hat viele erfolgreiche Projekte und Maßnahmen initiiert. Inzwischen haben wir, auch über das Netzwerk für Suchthilfe und Suchtprävention, starke Kooperationspartner, die sich hier engagieren und nachgewiesen wirkungsvolle Projekte umsetzen. Prävention bedeutet für uns nicht „irgendetwas“ zu tun, sondern zielgerichtet, wirkungsvoll und nachhaltig zu arbeiten“ berichtet die Suchtbeauftragte.
 
Die Auszeichnungen gelten für 3 Jahre und können dann neu erworben werden. Einen Stern erhalten die Schulen für eine hervorragende Präventionsarbeit, die weit über die Erfordernisse des Bildungsplans hinausgeht, in den Themen: Ernährung, Gesundheit und Körper, Suchtprävention, Gewaltprävention, Medienkompetenz, Übergang Schule-Beruf. Alle Themengebiete beschäftigen sich nicht nur mit den Schülerinnen und Schülern, sondern auch mit den Eltern und Lehrern.
 
„In dem Themenfeld Ernährung ist es wichtig, die gesunde Ernährung innerhalb der Schulen zu ermöglichen und zu lernen. Ob das nun in der Koch-AG geschieht, durch das Anbieten von Wasserspendern in der Schule, oder in der jahreszeitlich orientierten Küche. Die Kinder können lernen, dass gesundes  Essen eben auch schmackhaft ist und zugleich eine starke soziale Komponente hat. Auch das Entwickeln einer gesunden Haltung gegenüber dem Essen ist ein wichtiger Lernprozess.“ erläuterte Gabriele Seifried vom Fachbereich Landwirtschaft.  

Sterne für Schulen 
Das Themengebiet Gesundheit und Körper zielt neben der Aufklärung und Einübung von notwendigen Hygienemaßnahmen auf die aktive Verhinderung der Entstehung von Krankheiten. „Die Kinder und Jugendlichen lernen früh gut für ihren Körper zu sorgen und Gesundheit zu erhalten“ sagte Lehrerin Karin Balle-Fink.
 
In der Suchtprävention wird neben der Aufklärung und Information viel an den Ich-Stärken gearbeitet, um die Menschen kompetent und stark aufwachsen zu lassen. „Die Kinder sollen möglichst spät überhaupt mit den Suchtmitteln in Kontakt kommen, sie sollen lernen „Nein“  zu sagen und einem eventuellen Gruppendruck standhalten können“ erklärte Sebastian Schneider, Leiter der Suchtberatungsstelle.  
 
Die Gewaltprävention arbeitet darauf hin, dass Toleranz und Respekt nicht nur leere Worte sind, sondern gelebt werden. So lernen die Kinder z.B. Konfliktlösungsstrategien, üben sich in einer gewaltfeien Sprache und finden in den Schulen Räume und Beschäftigungsmöglichkeiten, die die körperliche und seelische Gesundheit unterstützen, berichtete Janine Stark.
 
In dem Präventionsgebiet Medienkompetenz können die Kinder und Jugendlichen eben genau das erwerben: eine Kompetenz im Umgang mit Medien. Diese sollen sinnvoll und zielgerichtet eingesetzt werden und nicht nur konsumiert werden, denn dann kämen wir wieder in den Bereich der Sucht trug Christoph Siegle, Leiter des Kreismedienzentrums, vor.
 
Das Präventionsthema Übergang Schule-Beruf beschäftigt sich mit dem oft als krisenhaft erlebten Übergang in das Berufsleben. „Die Schüler lernen vielfältige Qualitäten wie Pünktlichkeit, Ordnung, Höflichkeit bis hin zur Stärkung des Selbstbewusstseins, das Herausfinden der eigenen Stärken, Talente und Schwächen über die Klassenstufen hinweg, um eine Berufsreife zu erlangen und somit den Schritt in das Berufsleben zu meistern“ erläuterte Sarah Schultheiss, Schulsozialarbeiterin beim Haus Nazareth.   
 
Schülergruppen der Ablachschule und der Sonnenlugerschule in Mengen zeigten mit Tanz und Gesangseinlagen, wie kreativ Präventionsarbeit sein kann. Die AOK Bodensee-Oberschwaben unterstützte die Aktion mit 5000 Euro.
 
Folgende Schulen haben in diesem Durchgang einen oder mehrere Sterne erworben. Einen Stern erhält man, wenn man in einem Präventionsthema besonders gute Arbeit geleistet hat:
 
Meßkirch/Pfullendorf/Stetten:
Förderschule Pfullendorf – Kasimir-Walcher-Schule: alle Bereiche (6 Sterne)
Staufer-Gymnasium Pfullendorf: Suchtprävention und Übergang Schule-Beruf (2 Sterne)
Sechslindenschule Pfullendorf: Übergang Schule-Beruf (3 Sterne)
Grundschule Wald: Suchtprävention, Medienkompetenz (4 Sterne))
 
Bad Saulgau /Mengen/Ostrach:
Schulverbund Bad Saulgau: Ernährung und Medienkompetenz (3 Sterne)
Realschule Mengen: Ernährung, Suchtprävention, Übergang Schule-Beruf (3 Sterne)
Sonnenlugerschule Mengen: Gewaltprävention, Übergang Schule-Beruf (4 Sterne)
Ablachschule Mengen: Gesundheit und Körper (1 Stern)
Gymnasium Mengen: Übergang Schule-Beruf (1 Stern)
Gemeinschaftsschule Ostrach: Ernährung, Gewaltprävention, Suchtprävention, Medienkompetenz und Übergang Schule-Beruf (5 Sterne)
 
Sigmaringen:
Theodor-Heuss-Realschule in Sigmaringen: Ernährung, Gewaltprävention (6 Sterne)
Gymnasium Gammertingen: Übergang Schule-Beruf (5 Sterne)
Grundschule Feldhausen: Ernährung (1 Stern)
Hohenzollern-Gymnasium Sigmaringen: Übergang Schule-Beruf (1 Stern)
Fidelisschule Sigmaringen: Gesundheit und Körper, Übergang Schule-Beruf (2 Stern)
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