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Gesundheitsamt warnt vor Zecken


Gesundheitsamt warnt vor Zecken
Dr. Susanne Haag-Milz klärt über Zecken auf

Durch Stiche dieser blutsaugenden Spinnentiere kann es zur Übertragung verschiedener Krankheiten, wie zum Beispiel der Borreliose oder der FSME, einer Entzündung der Hirnhäute und des Gehirns, kommen.
 
„Die Borreliose ist eine bakterielle Erkrankung, die vielgestaltig und unterschiedlich schwer verlaufen kann“ erläutert Dr. Susanne Haag-Milz, die Leiterin des Fachbereichs Gesundheit. Sie betrifft besonders die Haut, das Nervensystem und die Gelenke. Ein charakteristisches Frühsymptom ist die Wanderröte, die einige Tage bis Wochen nach einem Zeckenstich beobachtet werden kann. „Falls Sie eine ringförmige Hautrötung rund um die Einstichstelle beobachten, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen“ empfiehlt  die Fachärztin für Öffentliches Gesundheitswesen. „Mit einem geeigneten Antibiotikum kann in der Regel die weitere Erkrankung verhindert werden.“
 
Eine weitere durch Zecken übertragbare Erkrankung ist die FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis). Sie wird durch ein Virus ausgelöst und kann  zu einer Entzündung der Hirnhäute oder des Gehirns führen. Im Unterschied zur Borreliose gibt es keine ursächliche Therapie. Den besten Schutz bietet die Impfung gegen FSME. „Wir empfehlen  Personen, die sich viel im Freien aufhalten und damit den Zecken ausgesetzt sind, sich impfen zu lassen. Die Grundimmunisierung besteht aus drei Einzelimpfungen und wird für ganz Baden-Württemberg öffentlich empfohlen. Eine Auffrischimpfung ist alle 3 bis 5 Jahre notwendig“, so die Medizinerin.
 
In den warmen Sommermonaten halten sich Zecken im Unterholz, Gebüsch oder hohen Gras auf und können von einem Mensch oder Tier im Vorbeigehen unbemerkt abgestreift und mitgenommen werden. Mit langer Kleidung und festen Schuhen können Bisse am besten verhindert werden. Nach einem Ausflug ins Freie sollte man den ganzen Körper, insbesondere aber Kniekehlen, Achseln, die Leisten und den Kopf absuchen. „Der Grund: Zecken bevorzugen warme Körperstellen.“
 
Bei Fragen helfen der Hausarzt oder die Ärzte des Fachbereichs Gesundheit im Landratsamt Sigmaringen unter der Telefonnummer 07571/102 6401 gerne weiter.