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Informationsabend zu Luchs Lias


Luchs Lias

Seit dem ersten Nachweis eines Luchses im Jahr 2005 im Naturpark Obere Donau zeigen sich immer wieder einzelne männliche Tiere – der Fachmann spricht von „Kuder“ - in der Felsenlandschaft des Donautales.
 
Die Luchse Friedl und Tello konnten in den Jahren 2015 und 2016 zum ersten Mal besendert werden. „So können wir sie über Satelliten verfolgen“, erklärt Jörg Scham vom Fachbereich Forst des Landratsamtes. Der seit dem Jahr 2018 nachgewiesene Luchskuder B 600 konnte Ende Januar im Oberen Donautal ebenfalls erfolgreich besendert werden. „Seither bekam dieser Luchs den Namen Lias“, erklärt Scham. Inzwischen steht fest: Lias ist über 300 km vom Schweizer Jura nördlich von Genf hierher gewandert.
 
In Kooperation mit dem Naturpark Obere Donau und der Forstlichen Versuchsanstalt in Freiburg werden die Daten von Luchs Lias nun laufend erhoben und ausgewertet. Hierbei erhofft man sich weitere Erkenntnisse zu den Wanderbewegungen und dem Verhalten der Raubkatze.
 
Armin Hafner, verantwortlich für das Luchsmonitoring im Naturpark, zeigt in seinem Vortrag Bilder zu Lias. Der Wildtierökologe der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg, Dr. Micha Herdtfelder, verantwortlich für das Monitoring der großen Beutegreifer Wolf und Luchs, wird ebenfalls berichten.
 
Der Vortrag findet am Dienstag, 21.Mai 2019 um 19 Uhr im Foyer des Landratsamtes statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.