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Landrätin

OEW baut 6 E-Ladesäulen im Landkreis


OEW Stromladesaeule
(v.l.n.r.) Maik Lehn (Bürgermeister Stetten a.k.M.), Doris Schröter (Bürgermeisterin Bad Saulgau), Holger Jerg (Bürgermeister Gammertingen), Dr. Hans-Josef Zimmer (Technikvorstand EnBW), Barbara Endriss (Geschäftsführerin OEW)

„Vor hundert Jahren haben die Oberschwäbischen Elektrizitätswerke (OEW) elektrischen Strom aufs Land gebracht. Jetzt bringt der Zweckverband Elektro-Power auf die Landstraßen Oberschwabens. Damit knüpft die OEW an ihre Wurzeln an“, erklärte Landrätin Stefanie Bürkle bei der Eröffnungsansprache. “Vor 109 Jahre war es einmal ihr Auftrag, Elektrizität in den ländlichen Raum zu bringen. Heute bringen wir den Strom an die Straße und leisten damit wieder einen wichtigen Infrastruktur-Beitrag“, so Bürkle, die auch stellvertretende Vorsitzende der OEW ist und die Interessen des Landkreises in Energiefragen vertritt.
 
54 Ladesäulen lässt der Zweckverband aktuell im ländlichen Raum seiner neun Verbands-Landkreise aufstellen. Die Idee dahinter: Mit Umkreisen von jeweils nur etwa 50 Kilometern um jede Ladesäule soll ein dichtes Netz an Auflademöglichkeiten entstehen. Damit sollen künftig elektrische Autofahrten über Land besser möglich sein. Die neuen Säulen in den Landkreisen Alb-Donau-Kreis, Biberach, Bodenseekreis, Freudenstadt, Ravensburg, Reutlingen, Rottweil, Sigmaringen und Zollernalbkreis werden von der EnBW errichtet und betrieben.
 
In Markdorf ist im Dezember die erste dieser neuen Ladesäulen offiziell in Betrieb genommen worden, die übrigen Ladestellen sollen bis Jahresende gebaut sein. 43 Säulen stehen schon. Die übrigen Säulen werden voraussichtlich bis Mitte des Jahres fertig sein.
 
Rund 700.000 Euro kosten die 54 Säulen, rund 70.000 Euro davon fließen in den Landkreis Sigmaringen. Etwa 60 Prozent davon tragen Oberschwäbischen Elektrizitätswerke, 40 Prozent der Kosten werden vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Rahmen des Förderprogramms für den Aufbau von Ladeinfrastruktur in Deutschland übernommen.
 
„Der Ausbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur ist elementarer Bestandteil unseres Engagements in Sachen Elektromobilität. Bereits heute stellen wir mit unseren Roaming-Partnern ein Ladenetz mit einer Abdeckung von mehr als 90 Prozent aller öffentlich verfügbaren Ladestationen zur Verfügung“, sagte EnBW-Technik-Vorstand Dr. Hans-Josef Zimmer, als er den ersten Wagen – ein Elektroauto des Landkreises - auftankte. „Auch der Zugang zu den Ladesäulen ist denkbar einfach: Mit unserer EnBW mobility+ App finden E-Mobilisten über 22.000 Ladepunkte in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Gleichzeitig können sie mit der App den Ladevorgang denkbar einfach starten und direkt bezahlen.“
 
„Immer mehr Gäste reisen mit einem E-Auto nach Bad Saulgau. Gerade für die ist die Ladesäule natürlich klasse.“ freute sich Bad Saulgaus Bürgermeisterin Doris Schröter.
 
Die Ladesäulen entsprechen dem aktuellen Stand der Technik und sind eine Eigenentwicklung von Smight, einem Corporate Start-up aus dem Hause EnBW. Ausgestattet mit Typ2-Anschlüssen, jeweils einer links und einer rechts an der Ladesäule, können E-Mobilisten an den beiden Ladepunkten mit einer maximalen Leistung von 22 Kilowatt laden. Zusätzlich verfügt die Ladesäule auch noch über einen normalen Schuko-Anschluss, an dem das Laden mit einer maximalen Leistung von 3,7 Kilowatt möglich ist. Damit können bis zu zwei Elektro-Fahrzeuge gleichzeitig aufgeladen werden, vom Pedelc bis zum großen E-Auto. Für die Bezahlung des Ladevorgangs stehen dem Fahrer gleich mehrere Möglichkeiten zur Verfügung: per Ladekarte diverser Anbieter, oder schnell und einfach mit der EnBW mobility+ App. Darüber laden Fahrer von Elektrofahrzeugen derzeit für maximal 1 Euro pro Ladevorgang an Ladestationen wie der in Bad Saulgau. 
 
Mit den Ladesäulen haben die OEW Neuland betreten, denn sie werden operativ tätig und damit in der Region auch sichtbar. Hauptaufgabe des Zweckverbandes ist die Daseinsvorsorge im Energiebereich. So sind die OEW mit 46,75 Prozent kommunale Anteilseigner der EnBW Energie Baden-Württemberg AG. Auch im Bereich Gas- und Breitbandversorgung ist der Zweckverband als Anteilseigner aktiv. Der Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke mit Sitz in Ravensburg ist ein Zusammenschluss der neun Landkreise Alb-Donau-Kreis, Biberach, Bodenseekreis, Freudenstadt, Ravensburg, Reutlingen, Rottweil, Sigmaringen und Zollernalbkreis. Er wurde am 20. Dezember 1909 gegründet, um die Versorgung Oberschwabens mit elektrischer Energie voranzubringen. Daraus hat sich über die Jahre seine heutige Form entwickelt.