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Umwelt & Arbeitsschutz

Regionalkonferenzen zum Naturparkplan liefen gut


Landrat Stefan Bär aus Tuttlingen und 1. Vorsitzender des Naturparkvereins, zeigte sich erfreut darüber, dass die Konferenzen in Tuttlingen, Meßstetten und jüngst in Sigmaringen eine so gute Resonanz bei der Bevölkerung fanden. So nutzten beispielsweise in Sigmaringen über 70 Bürger die Möglichkeit, sich über die Zielsetzungen des Naturparks für die kommenden zehn Jahre zu informieren und ihre Anregungen, aber auch Bedenken gegenüber verschiedener Bauprojekte in der Region, einzubringen.
 
Die vorgebrachten Anregungen waren vielfältig und betrafen viele verschiedene Aspekte der Naturparkarbeit. Teilweise richteten sich die Anregungen aber auch an andere Träger oder direkt an einzelne Mitgliedskommunen. Übereinstimmend war allen Rednern ein möglichst umfassender Schutz der Naturparklandschaft sowie der Ausbau eines sanften, auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Tourismus wichtig. Die Wünsche reichten hier von der Einrichtung spezieller gebahnter Winterwanderwege bis hin zu einer Belebung des Tourismus im Winterhalbjahr oder einer besseren Bewerbung regionaler Ausflugsziele.
 
Grundsätzlich in Frage gestellt wurde keines der vorgeschlagen 18 Ziele für die 6 verschiedenen Handlungsfelder Naturschutz und Landschaftspflege, Land- und Forstwirtschaft, Regionalvermarktung, nachhaltiger Tourismus und Sport, Tradition und Kultur, Bildung für nachhaltige Entwicklung und Öffentlichkeitsarbeit. Klar wurde, dass der Naturpark nicht bei allen Themen Initiator oder Umsetzer sein kann und oftmals ihm auch nur die Rolle des Moderators oder Gastgebers beispielsweise für Runde Tische zukommt. Wo möglich, möchte der Naturpark auch Anregungen zur Reduzierung des Flächenverbrauchs geben.
 
Landrat Günther-Martin Pauli vom Zollernalbkreis verwies aus eigenem Erleben darauf, wie spannend Führungen im Naturpark sein können, so konnte er vor wenigen Wochen live einen wilden Uhu bei der diesjährigen Uhu-Kartierung hören und sogar sehen. Er sprach sich dafür aus, soweit personell möglich, hier das Angebot an solchen Veranstaltungen noch weiter auszubauen und Veranstaltungen beispielsweise auch zum Luchs immer wieder auch außerhalb des Donautals anzubieten.
 
Landrat Bär verwies abschließend darauf, dass der Naturparkplan gerade davon lebt, dass sich Akteure finden, die gemeinsam mit dem Naturpark Projekte in Angriff nehmen und umsetzen. Der Vorstand war sich auch einig, dass solche Beteiligungsforen für die Bevölkerung auch in Zukunft immer wieder einmal angeboten werden sollen, um für den Naturpark zu werben, aber auch Möglichkeiten der Mitarbeit und gemeinsamen Handelns aufzuzeigen.
 
Für Vereine und Kommunen besteht noch bis 30. Juni die Möglichkeit, sich um Fördergelder des Naturparks zu bewerben.