Aktuelle Meldung

Afrikanische Schweinepest (ASP)


Bache mit Frischlingen


In den letzten Jahren hat sich die ASP über Russland, Weißrussland, die Ukraine, Moldawien, die baltischen Staaten und zuletzt in Polen und Tschechien immer weiter Richtung Westen ausgebreitet. In Deutschland gab es bislang noch keinen Fall von ASP.
Das Virus ist sehr widerstandsfähig. So kann es in bestimmen Produkten (z.B. Rohschinken) über ein Jahr überleben. Deshalb ist eine Verschleppung der ASP über große Entfernungen jederzeit möglich. Es wird vermutet, dass sich die ASP vor allem durch den Menschen verbreitet, beispielsweise über nicht ordnungsgemäß entsorgte Speisereste, die von Wildschweinen gefressen wurden.
Sollte das Virus Deutschland erreichen, würde dies auch erhebliche finanzielle Schäden für die Landwirtschaft bedeuten. Denn eine Impfung gibt es nicht. Die afrikanische Schweinepest ist daher auch im Landkreis Sigmaringen aktuell ein wichtiges Thema.
Ein Ausbruch bei den örtlichen Wildschweinen wäre bereits schlimm genug. Bisher ließ sich die ASP in einmal betroffenen Gebieten nicht wieder ausrotten. Ein Ausbruch in einem Schweinestall hätte noch weitreichendere Folgen: Zahlreiche Tiere müssten gekeult werden; der Markt würde drastisch einbrechen.  
Die betroffenen Fachbereiche im Landratsamt haben daher in enger Zusammenarbeit Maßnahmen getroffen, um einen Ausbruch der ASP zu verhindern.
Unter Federführung des Fachbereichs Veterinärdienst und Verbraucherschutz werden im Landkreis Sigmaringen sechs Verwahrstellen für Wildschweinaufbruch eingerichtet bzw. die bestehenden Stellen entsprechend aufbereitet.


Auffällige tote Wildtiere dem Veterinärdienst melden


„Wichtig ist der richtige Umgang mit dem Fund eines auffälligen toten Wildschweins“, erklärt Dr. Klaus Bissinger, Leiter des Fachbereichs Veterinärdienst und Verbraucherschutz. „Einen Ausbruch der ASP wird man durch auffälliges Fallwild erkennen. Auffällig ist ein totes Wildschwein, bei dem keine offensichtliche Todesursache (z.B. Schussverletzung, Verkehrsunfall, offensichtliche Verletzung) erkennbar ist.“ Ein solcher Fund sollte dem Veterinäramt unter der Telefonnummer 07571-102-7521 gemeldet werden.


Landkreis bietet Flyer mit den wichtigsten Infos für unterwegs

Um den Jägerinnen und Jägern – aber auch jeder anderen Person, die regelmäßig in der freien Natur unterwegs ist – die wichtigsten Informationen zu dem Thema an die Hand zu geben, hat das Landratsamt einen Flyer entworfen. Dieser Flyer passt in den Jagdschein und wurde automatisch mit den verlängerten und neu erteilten Jagdscheinen verschickt. Sie finden ihn hier.
Insbesondere Jäger und Landwirte werden in Schreiben und auf Informationsveranstaltungen immer wieder sensibilisiert.

Die Jagdbehörde hat darüber hinaus selbst zwei Informationsabende mit den Kreisjägermeistern und Hegeringleitern sowie den Großprivatwaldbesitzern und dem Bundesforst organisiert. Auch können seit Anfang März auf Antrag bestimmte Nachtsichtgeräte für die Schwarzwildjagd genehmigt werden. Fragen dazu beantwortet Nina Grimaldi, Leiterin der Jagdbehörde im Landratsamt, gerne.

Der Fachbereich Straßenbau hat an insgesamt 15 Parkplätzen in Landkreis wildsichere Abfallbehälter aufgestellt und mit Hinweisschildern in mehreren Sprachen versehen. Dies soll sicherstellen, dass Speisereste ordnungsgemäß entsorgt werden.

Mit dem Verzehr von Wildfleisch aus der Region unterstützen Sie die Jägerinnen und Jäger vor Ort. Auch bitten wir Sie um Verständnis für groß angelegte und revierübergreifende Drückjagden, mit denen die Wildschweinbestände abgesenkt werden sollen.

Weitere Informationen zu dem Thema finden Sie hier.