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Kulturlandschaft des Jahres 2018


Kulturlandschaft

Zur Auftaktveranstaltung am 30. April im Fürst-Leopold-Saal in Sigmaringen kamen eine Vielzahl geladener Gäste und erlebten nicht nur einen gut aufgelegten Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann, sondern auch Landrätin Stefanie Bürkle und Josef Kreuzberger, den Vorsitzenden des Schwäbischen Heimatbundes, mit prägnanten Aussagen zum Thema „Heimat“ und der Forderung, dass niemand ausgeschlossen werden dürfe. Alle drei Redner erteilten nationalistischen Gedanken eine klare Absage.


Landrätin Bürkle listete gleich zu Beginn die Vorteile der Region auf: Natur, Schönheit, saubere Luft, gute Arbeitsplätze und innovative Initiativen, wie der neue Innovations-Campus der Hochschule. Ihre Forderung: „Wir brauchen gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land.“ Und das bedeute auch eine gute Infrastruktur in vielen Bereichen. Den Ministerpräsidenten lobte sie ausdrücklich dafür, dass er nun die Grundlagen für die Elektrifizierung der Zollernbahn geschaffen habe.
Josef Kreuzberger machte deutlich, dass der SHB keine rückwärtsgewandte Leitkultur propagiere, sondern sich „ausdrücklich und unmissverständlich gegen alles wendet, was ausgrenzt und gegen alles, was Heimat zu einem Rückzugsort für nationalistisches Gedankengut machen will“. Für ihn ist der begriff „Kulturlandschaft“ auch mehr als Heimat.


Ministerpräsident Winfried Kretschmann machte deutlich: „Menschen haben die Natur geprägt. Sie haben Felder angelegt, Straßen und Eisenbahnen gebaut und damit auch viele Menschen aus anderen Nationen angezogen.“ Dies sei auch beim Bau der Donautalbahn so gewesen und deshalb finde man auch immer wieder alteingesessene Familien, mit Namen, die nicht unbedingt Schwäbisch klingen. Den Dialekt bezeichnete er als den „mobilen Teil“ der Heimat, die gerade in unserer Region unheimlich vielfältig sei. Er hat in der Donau das Schwimmen gelernt, ging in Riedlingen ins Gymnasium und der Landkreis Sigmaringen ist nun seit vielen Jahren seine Heimat. Und dass er da nicht nur wohnt, sondern sich aus auskennt, das bewies er mit viel Wissen, das mit kleinen Anekdoten gespickt war. Immer wieder wich der Ministerpräsident von seinem Redekonzept ab, weil ihm gerade wieder etwas eingefallen war. Eindeutig seine Feststellung: "Heimat ist eine Aufgabe, man hat sie nicht einfach." Und für ganz Baden-Württemberg gelte: "Wir haben ländliche Räume, aber wir sind keine Provinz!" Mit Blick auf die Flüchtlinge stellte der Landeschef aus Sigmaringen-Laiz fest: "Es kommt nicht darauf an, wo einer herkommt, sondern darauf, wo er hin will." Und da Heimat bekanntlich auch durch den Magen geht, gab es zum Imbiss leckere Maultaschen mit Kartoffelsalat, Apfelschorle aus dem Naturpark und einheimisches Bier. Für den musikalischen Akzent hatte die Saxophon-Formation „Carlas Saxaffair“ gesorgt. Die Gäste waren durchweg begeistert von der gelungenen Veranstaltung.


Die Kulturlandschaft des Jahres 2018 verfügt über einen eigenen Internetauftritt. Dort gibt es einen Veranstaltungskalender, der ständig aktualisiert und erweitert wird, Impressionen in Bilden und Videos, Informationen und auch die kompletten Ansprachen von Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Landrätin Stefanie Bürkle und dem SHB-Vorsitzenden Josef Kreuzberger als Video.


www.kulturlandschaft-des-jahres-2018.de