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Aktuelle Meldung

Umwelt & Arbeitsschutz

EEA-Zertifizierung


eea Zertifizierung
Über die EEA-Zertifizierung freuen sich (v.l.n.r.):
Adrian Schiefer, Fachbereichsleiter Umwelt und Arbeitsschutz, Walter Göppel, Geschäftsführer der Energieagentur, Umweltminister Franz Untersteller und der Erste Landesbeamte Rolf Vögtle



Mit einem Umsetzungsgrad von 74% wurde der Landkreis Sigmaringen am 28. November 2017 zum zweiten Mal erfolgreich beim „European Energy Award (eea)“ für seine überdurchschnittlichen Energie-, Mobilitäts- und Klimaschutzaktivitäten zertifiziert. Das Forum European Energy Award e.V. zeichnet Landkreise, Städte und Gemeinden für herausragende Aktivitäten und Maßnahmen in der kommunalen Energie- und Klimaschutzpolitik aus.
 
Bundesweit nehmen 34 Landkreise am European Energy Award (eea) teil. Mit bemerkenswerten 74
 
Prozentpunkten landet der Landkreis beim internationalen Energie- und Klimaschutzwettbewerb damit auf dem 6. Platz in Baden-Württemberg. Die Sigmaringer Landrätin Stefanie Bürkle betonte, dass sich unterschiedliche Partner in den Prozess eingebracht hatten. „Dieses gute Resultat belohnt die engagierte Zusammenarbeit zwischen der Energieagentur, den verschiedenen Fachbereichen in der Landkreisverwaltung, aber auch mit unseren Städten und Gemeinden“, so die Kreischefin.
 
Bereits 2010 trat der Landkreis Sigmaringen dem Qualifizierungsprozess des European Energy Award bei und nahm somit den europaweiten Energie- und Klimaschutzprozess in Angriff. Seitdem wurden die Ergebnisse kontinuierlich verbessert. Bei der ersten Zertifizierung 2013 startete der Landkreis mit einer Erfüllungsquote von 73 Prozent. Dies entspricht nach den neuen, in den Jahren 2014 und 2017 jeweils verschärften Bewertungskriterien, etwa 68 Prozent. Mit den nun erreichten 74 Punkten konnte somit das Ergebnis trotz der verschärften Bewertungskriterien übertroffen werden.  Eine weitere Besonderheit ist, dass neun der insgesamt 25 Städte und Gemeinden im Landkreis Sigmaringen selbst am eea teilnehmen und bereits sieben zertifiziert sind. Somit ist der Landkreis Sigmaringen, neben den Landkreisen Ravensburg, Biberach und dem Bodenseekreis, der Landkreis mit der größten eea-Teilnahme in Deutschland.
 
 
Die einzelnen Maßnahmen, die während eines Audits vom Forum European Energy Award e.V. bewertet werden, lassen sich in die folgenden sechs Handlungsfelder eingliedern: Entwicklungsplanung und Raumordnung, kommunale Gebäude und Anlagen, Versorgung und Entsorgung, Mobilität, interne Organisation sowie Kommunikation und Kooperation.
 
Die Handlungsfelder entsprechen dem Aufbau eines energiepolitischen Arbeitsprogramms und wurden vom Landkreis auch in das 2017 von der Kreisverwaltung ausgearbeitete und fortgeschriebene sowie vom Kreistag verabschiedete Energie- und Klimaschutzkonzept übernommen.
Das im Zuge des European Energy Awards entstandene Leitbild des Landkreises Sigmaringen zielt darauf ab, die aktuellen Klimaschutzziele der Bundesregierung und des Landes Baden-Württemberg zu übertreffen: Bis zum Jahr 2050 soll der Strom im Landkreis nahezu vollständig aus erneuerbaren Energien abgedeckt und dadurch die Treibhausgas-Emissionen um 80 bis 95 Prozent reduziert werden.
 
Der Landkreis Sigmaringen hat durch das hohe Engagement der Bürger, Kommunen und Wirtschaft die energiepolitischen Klimaschutzziele des Bundes- und des Landes bis 2020 mit einer knapp 50%igen regenerativen Strom- und über 30%igen Wärmeabdeckung bereits schon erfüllt. Auch die CO2-Emissionen reduzierten sich gegenüber 1995 um über 30%. Auf diesen Wert ist Landrätin Stefanie Bürkle besonders stolz. „Damit nehmen wir im Land Baden-Württemberg einen Spitzenplatz ein“, so die Sigmaringer Landrätin.
 
Beispiele herausragender Energie- und Klimaschutzaktivitäten des Landkreises Sigmaringen seit der letzten Zertifizierung:

Entwicklungsplanung/ Raumordnung:
- Kreisweites Energie- und Klimaschutzkonzept;
- Erstellen eines gemeinsamen (Landkreis und Stadt Sigmaringen) von der Kfw geförderten Quartierskonzepts für das Quartier „Dettinger Berg“, in dem energierelevante Landkreis- und städtische Liegenschaften enthalten sind. Die Energieagentur Sigmaringen wurde bereits mit der Durchführung beauftragt;

Kommunale Gebäuden/ Anlagen:
- Erweiterungsbau Landratsamt in Niedrigenergiebauweise und Server-Abwärmenutzung sowie Anschluss an die Holzhackschnitzelheizungsanlage;
- 100% Ökostrombezug;
- Eigenes Energiemanagement;
- Anschluss der Aicher-Scholl-Schule an die Nahwärmeversorgung;

Versorgung/ Entsorgung:
- Vorbildlich ist der kreiseigene Abfallbetrieb, der bereits schon 2007 zum Energieerzeuger wurde. 2007 wurde die kreiseigene Deponie Ringgenbach im Zuge der Rekultivierung mit einer 1080 KWp Photovoltaik-Freiflächenanlage bestückt und das holzige Grüngut von den Wertstoffhöfen wird zu Holzhackschnitzeln verwertet und zur Beheizung kommunaler Gebäude (Energiezentrale Landratsamt) zugeführt.

Mobilität:
- Lückenschluss im Schienennetz durch moderne Regiobusse;
- Überdachte Radabstellanlage mit Photovoltaikmodulen und Elektroladestationen der Stadtwerke Sigmaringen, in der E-Bikes, Elektroroller und Elektroautos kostenlos geladen werden;
- Planung von Schnellladestationen in den Städten und Gemeinden über die OEW;
- Teilnahme an der Gründung einer Gesellschaft zur Planung von Umgehungen von Bundesstraßen

Interne Organisation:
- Jährliche Hausmeisterschulungen  durch die EA im Landratsamt sowie in der Energiezentrale. Auch Hausmeister von Kommunen nehmen teil;

Kommunikation/ Kooperation:
- Zahlreiche laufende Aktionen des Land- und Forstwirtschaftsamtes;
- Ausbau des Beratungsangebotes für Unternehmen mit der Einrichtung einer von der EU und vom Land Baden-Württemberg geförderten Regionalen Kompetenzstelle KEFF für die Region Bodensee-Oberschwaben bei der Energieagentur Ravensburg;
- Ausbau der unabhängigen Energieberatung auf Vor-Ort-Beratungen im Rahmen der Kooperation mit der Verbraucherzentrale;

Ausblick:
Klimaschutz und Energiewende hört nicht an der Kreisgrenze auf. Die Energieagentur erstellt bis 2019 einen digitalen landkreisübergreifenden Klimaschutzmasterplan für alle neun OEW-Landkreise, in dem Energieströme, industrielle Abwärme-Potenziale, erneuerbare Energien-Potenziale, Gewerbegebiete, Wohnraumerweiterungen, Breitbandausbau, eea-Indikatoren der einzelnen Handlungsfelder usw. abgebildet werden. Der Klimaschutzmasterplan zeigt Schnittstellen zu den Städten und Gemeinden auf und ist ein gutes Werkzeug für deren Stadt-, Gemeinde- bzw. Quartiersentwicklungen.
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