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Deutlich mehr Fälle von Hantavirus im Landkreis Sigmaringen

In Baden-Württemberg werden derzeit viele Hantavirus-Infektionen gemeldet. So wurden seit Jahresbeginn 2017 bereits 245 Hantavirusfälle registriert, zum Vergleich waren es in den Vorjahren 2016 insgesamt 84 und 2015 insgesamt 493 Meldungen.
 
Auch im Landkreis Sigmaringen steigt die Zahl der Erkrankungen an: hier wurden seit Jahresbeginn bereits 16 Hantavirus-Infektionen gemeldet (Vorjahre: 1 Fall 2016, 19 Fälle 2015). Dies vermeldet der Fachbereich Gesundheit des Landratsamtes Sigmaringen.
 
Übertragungsweg
Das Hantavirus wird von Nagetieren, wie Ratten und Mäusen, in Baden-Württemberg überwiegend von der Rötelmaus, auf den Menschen übertragen. Die Viren werden von infizierten Nagern über Speichel, Urin und Kot ausgeschieden. Der Mensch infiziert sich über den Kontakt mit Ausscheidungen oder wenn kontaminierter Staub aufgewirbelt und die Erreger eingeatmet werden.
 
Die Virusinfektion verläuft häufig unbemerkt, das heißt der Verlauf ist asymptomatisch  oder so leicht, dass die Infektion dem Betroffenen gar nicht auffällt. Sie kann aber auch einen ausgeprägteren Verlauf nehmen. Dann kommt es über 3 - 4 Tage zu hohem Fieber und häufig zu starken Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen. In einer darauf folgenden Krankheitsphase können Blutdruckabfall und Nierenfunktionsstörungen auftreten.
 
Durch die Buchenvollmast im vergangenen Herbst lagen optimale Nahrungsbedingungen für die Rötelmaus in Baden-Württemberg vor. Bei den Hantavirus-Epidemien in den Vorjahren wurde jeweils eine solche Buchenvollmast im Herbst beobachtet. Betroffen sind daher vor allem Land- und Stadtkreise mit hohem Buchenwaldanteil, zu denen auch der Landkreis Sigmaringen gehört.  

So schützen Sie sich
Ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht besonders dort, wo Nagetiere vorkommen und bei Tätigkeiten, bei denen Staub aufgewirbelt wird. Dies betrifft vor allem Holzarbeiten im Wald und Garten sowie die Reinigung von Kellern, Schuppen, Scheunen und Ställen. Um einer Infektion vorzubeugen werden Schutzmaßnahmen empfohlen. Die Vermeidung des Kontakts mit Ausscheidungen von Nagern ist die wichtigste Maßnahme einer Infektionsverhütung. Daneben ist die Bekämpfung von Nagetieren wichtig.
 
Weitere Schutz- und Vorbeugemaßnahmen sollten eingehalten werden, wie das Lüften der Räume vor Aufräumarbeiten und das Befeuchten von Flächen, um Staub zu binden. Bei Reinigungsarbeiten sollte ein möglichst eng anliegender Mund- Nasenschutz getragen werden, um ein Einatmen kontaminierter Staubpartikel zu verhindern. Zuvor desinfizierter Nagerausscheidungen sollten schnellstmöglich entsorgt werden.
 
Weitere Informationen zum Hantavirus im Internet: 

- Gesundheitsamt Baden-Württemberg 
 
- Robert-Koch-Institut


Für Fragen und Informationen steht auch der Fachbereich Gesundheit am Landratsamt Sigmaringen gerne zur Verfügung unter der Tel. Nr. 07571/102-6401.

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