Wappen Landkreis Sigmaringen
Impressionen des Landkreises

Im Blick der Zeit

Alte Kulturlandschaft

Spangenhelm
Spangenhelm

Das Gebiet des in dieser Gestalt seit 1973 bestehenden Landkreises Sigmaringen ist eine alte Kulturlandschaft, in der sich die frühesten Spuren menschlicher Besiedlung namentlich in Höhlen des Donau- sowie des Laucherttals bis in die Alt- und Mittelsteinzeit zurückverfolgen lassen. Unter den zahlreichen Fundstellen der Bronze- sowie der keltischen Eisenzeit ragt die Heuneburg bei Hundersingen heraus, deren Blütezeit als repräsentativer Fürstensitz und weit ausstrahlendes Machtzentrum zwischen 600 und 400 v. Chr. anzusetzen ist.

Bei der Eingliederung Oberschwabens in das römische Weltreich kommt nach neueren Befunden offenbar dem bei Ennetach in strategisch günstiger Lager errichteten Kastell im 1. Jahrhundert eine Schlüsselstellung zu. An den Rückzug der Römer aus Südwestdeutschland in der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts schließt sich eine mehr als zwei Jahrhunderte währende "dunkle Phase" ohne nennenswerte archäologische und schriftliche Zeugnisse an, ehe dann vom frühen 6. bis zum Beginn des 8. Jahrhunderts Reihengräberfelder mit teilweise reichen Grabbeigaben, darunter auch der bekannte Gammertinger Prunkhelm, Aufschlüsse über die mittlerweile erfolgte alemannische Besiedlung vor allem in den Tallagen von Donau und Lauchert vermitteln.

Früheste dokumentierte Erwähnungen

Nach der Eingliederung Alemanniens in das fränkische Reich datieren aus dem 8. und 9. Jahrhundert die ältesten urkundlichen Quellen zu einzelnen Orten des Kreisgebiets, so etwa die bekannte Schenkungsurkunde des Grafen Berthold an das Benediktinerkloster St. Gallen mit der Nennung von Engelswies, Vilsingen und möglicherweise Kreenheinstetten aus dem Jahr 793. Während die herrschaftliche Gliederung der Landschaft an der oberen Donau in merowingischer und karolingischer Zeit in sog. Baaren, Huntaren und Grafschaften aufgrund der dürftigen Quellenüberlieferung nur in Ansätzen und mit vielen Fragezeichen aufzuhellen ist, begegnet im Hochmittelalter ab dem 11. und 12. Jahrhundert bereits die für Oberschwaben bis ins 19. Jahrhundert so typische herrschaftliche und territoriale Gemengelage:

Faustkeil gefunden in Veringenstadt
Faustkeil gefunden in Veringenstadt

Aus den Allodialherrschaften des edelfreien Adels wie den Grafen und sodann den Truchsessen von Rohrdorf im Meßkircher Raum, den Grafen von Gammertingen und später den Grafen von Veringen im mittleren Laucherttal, den Grafen von Altshausen im Saulgauer Bereich, den Grafen von Pfullendorf-Ramsberg im Linzgau oder den vielfach wechselnden Inhabern von Burg und Herrschaft Sigmaringen entwickelt sich in den folgenden Jahrhunderten der bekannte bunte "Flickenteppich" von benachbarten und ineinandergreifenden Duodezherrschaften adliger, geistlicher und auch reichsstädtischer Provenienz.

Weiterlesen: Österreich als beherrschender Machtfaktor

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