Wappen Landkreis Sigmaringen
Impressionen des Landkreises

Ehemals zahlreiche Klöster

Kreisgebiet ehedem mit 17 Klöstern

Auch wenn Größe und Bedeutung der insgesamt immerhin 17 Klöster im Kreisgebiet nicht nur baulich deutlich hinter den reichen und mächtigen Abteien des östlichen Oberschwabens zurückbleiben und keines von ihnen die volle Reichsunmittelbarkeit erlangen konnte, spielen die geistliche Herrschaften in der Geschichte des Kreisgebiets gleichwohl eine durchaus bedeutsame Rolle. Das größte Herrschaftsgebiet mit zeitweise bis zu 18 Untertanenorten bildete das in Österreich landsässige und von der Grafschaft Sigmaringen bevogtete Zisterzienserinnenkloster Wald aus. Unter der Schirmherrschaft gleichfalls von Sigmaringen hatte das Dominikanerinnenkloster Habsthal die Ortsherrschaft im gleichnamigen Klosterort sowie in Rosna und Bernweiler inne, während das Benediktinerinnenkloster Mariaberg sich und seinen Untertanenort Bronnen 1706 von der Vogtei der Herrschaft Gammertingen durch Ablösung befreien konnte.

Kloster Wald
Kloster Wald

Im Vergleich zu der 1863 gegründeten Benediktiner-Erzabtei mit ihrer zeitweise außerordentlichen geistlichen und kulturellen Strahlkraft herrschten in dem bis 1803 in Beuron bestehenden Augustinerchorherrenstift stets bescheidene Verhältnisse. Dem zunächst von den Herren von Enzberg und sodann von Österreich bevogteten Kloster gelingt erst 1751 durch den Kauf von Bärenthal und des Schlößchens Ensisheim die Erweiterung des Territoriums über den Klosterort hinaus, die heiß erstrebte Reichsunmittelbarkeit ließ sich in den 1780er Jahren indessen selbst mit einer Urkundenfälschung nicht erreichen. Die anderen Klöster im Kreisgebiet, darunter auch das angesehene und als Stätte der Mystik wie auch der Musik- und Kunstpflege bedeutende Augustinerchorfrauenstift Inzigkofen, vermochten keine eigenen Herrschaften auszubilden.

Zum anderen konnten verschiedene Klöster von außerhalb Territorialbesitz im Kreisgebiet erwerben. Zu erwähnen sind hier besonders das Zisterzienserkloster Salem mit der Herrschaft Ostrach und der 1756 pfandweise erworbenen Herrschaft Hausen-Stetten, das Benediktinerkloster Petershausen bei Konstanz mit dem Amt Herdwangen und Sauldorf, das Zisterzienserinnenkloster Heiligkreuztal mit Hundersingen und Beuren und schließlich das Damenstift Buchau mit der 1625 unter eigene Verwaltung genommenen Herrschaft Straßberg u.a. mit dem Dorf Frohnstetten. In der bunter Fülle der Duodezherrschaften sind schließlich auch zwei Reichsstadt-Herrschaften vertreten: Pfullendorf konnte über sein Spital einen kleinen, unzusammenhängenden Niedergerichtsbezirk in Illmensee, Waldbeuren, Stadelhofen und Zell a.A. aufbauen, und dem Überlinger Territorium gehörten die Vogtei Ramsberg u.a. mit Großschönach sowie die spitälischen Ämter Denkingen, Sohl und Ebratsweiler an.

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